Das Märchen der Rapperswil-Jona Lakers geht weiter - Zug muss sich steigern


Roman Spirig
Sport / 30.04.21 12:43

Das Märchen der Rapperswil-Jona Lakers geht weiter. Die St. Galler gewinnen beim souveränen Qualifikationssieger Zug 2:1 und verkürzen in der Best-of-5-Serie auf 1:2.

Das Märchen der Rapperswil-Jona Lakers geht weiter - Zug muss sich steigern (Foto: KEYSTONE / MARCEL BIERI)
Das Märchen der Rapperswil-Jona Lakers geht weiter - Zug muss sich steigern (Foto: KEYSTONE / MARCEL BIERI)

Der Finaleinzug der Zuger schien nur noch Formsache zu sein, und vielleicht war genau dies das Problem. Die Lakers unterstrichen ihre gute Moral. Zwar führten die Zentralschweizer wie erwartet die feinere Klinge, die Gäste kämpften aber heroisch und konnte sich einmal mehr auf Torhüter Melvin Nyffeler (31 Paraden) verlassen. Damit geht die sehr erfolgreiche Ära des Rapperswiler Trainers Jeff Tomlinson noch mindestens ein Spiel weiter. Zuvor hatten die Lakers achtmal in Folge gegen den EVZ verloren.

Verteidiger Daniel Vukovic gelang in der 10. Minute aus kurzer Distanz aus dem Nichts die Führung für die St. Galler. Das gab den Gästen Auftrieb, dennoch kassierten sie 204 Sekunden später nach einem Fehler von Igor Jelovac den Ausgleich. 39,3 Sekunden vor der ersten Pause brachte Nando Eggenberger die Lakers nach einem Puckverlust von EVZ-Verteidiger Santeri Alatalo erneut in Führung - es war letztendlich der entscheidende Treffer.

Zwar waren die Zuger in den ersten Minuten optisch überlegen, sie agierten jedoch zu wenig zielstrebig. In den ersten 20 Minuten brachten sie gerade mal drei Torschüsse zu Stande. Dennoch hätten sie bereits in der 1. Minute in Führung gehen müssen, als Shore und Martschini nach einem Fehler von Dominik Egli alleine auf Nyffeler loszogen, Shore jedoch danebenschoss.

Im zweiten Abschnitt schalteten die Zuger einen Gang höher, was das Schussverhältnis von 18:6 im Mitteldrittel unterstreicht. Vor allem in den letzten fünf Minuten erspielten sie sich einige gute Möglichkeiten, der starke Nyffeler liess sich aber nicht bezwingen. Derweil setzten die Lakers immer wieder Nadelstiche, Roman Cervenka kam dem 2:0 zweimal nahe (24./34.). Was die Gastgeber dann im letzten Drittel zeigten, war deutlich zu wenig. Sehr schwach war das Powerplay, in dem der EVZ in sechs Minuten wenig bis nichts zu Stande brachte. Deshalb muss er nun am Samstag nachsitzen.

50 Zuschauer. - SR Piechaczek/Wiegand, Fuchs/Obwegeser. - Tore: 10. Vukovic (Schweri, Cervenka) 0:1. 14. Hofmann (Kovar, Simion) 1:1. 20. (19:21) Eggenberger (Lehmann) 1:2. - Strafen: 0mal 2 Minuten gegen Zug, 3mal 2 Minuten gegen Rapperswil-Jona Lakers. - PostFinance-Topskorer: Martschini; Wick.

Zug: Genoni; Diaz, Geisser; Cadonau, Alatalo; Schlumpf, Stadler; Zgraggen; Klingberg, Albrecht, Zehnder; Simion, Kovar, Hofmann; Martschini, Shore, Abdelkader; Leuenberger, Senteler, Bachofner; Langenegger.

Rapperswil-Jona Lakers: Nyffeler; Egli, Profico; Vukovic, Jelovac; Sataric, Maier; Randegger, Dufner; Clark, Cervenka, Schweri; Lehmann, Rowe, Eggenberger; Moses, Wick, Loosli; Wetter, Ness, Forrer.

Bemerkungen: Zug ohne Wüthrich, Rapperswil-Jona Lakers ohne Payr und Dünner (alle verletzt). - Zug ab 58:18 ohne Torhüter.

(sda)


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