Der FC Luzern geht in Piräus unter


Roman Spirig
Sport / 09.08.18 22:10

Der FC Luzern wird auch in dieser Saison sein erstes Europacup-Duell nicht überstehen. Die Innerschweizer standen im Hinspiel der 3. Qualifikationsrunde zur Europa League auswärts bei Olympiakos Piräus auf verlorenem Posten und verloren 0:4.

Der FC Luzern geht in Piräus unter  (Foto: KEYSTONE / AP / PETROS GIANNAKOURIS)
Der FC Luzern geht in Piräus unter (Foto: KEYSTONE / AP / PETROS GIANNAKOURIS)
Der FC Luzern geht in Piräus unter  (Foto: KEYSTONE / AP / PETROS GIANNAKOURIS)
Der FC Luzern geht in Piräus unter (Foto: KEYSTONE / AP / PETROS GIANNAKOURIS)

Nach dem FC Basel, der in der Qualifikations zur Champions League gegen PAOK Saloniki gescheitert war, endete auch Luzerns Duell mit einem griechischen Vertreter mit einem ernüchternden Ergebnis. Die Hoffnungen, das mit vielen neuen Spielern besetzte Olympiakos Piräus würde sich in seinem ersten Wettbewerbsspiel der Saison noch etwas schwer tun, erfüllten sich nicht.

Luzerns Trainer René Weiler hatte vor dem Match davon gesprochen, dass mit dem 44-fachen griechischen Meister ein riesiger Brocken auf seine Mannschaft treffen werde. Wie chancenlos seine junge Mannschaft dann aber agieren würde, musste selbst ihm zu denken geben. Im Rückspiel in einer Woche wird nichts mehr zu machen sein - diese Prognose darf man gewiss aufstellen.

Die Griechen gingen schon in der 10. Minute in Führung. Lazaros Christodoulopoulos, neu von AEK Athen gekommen, konnte nach einem Corner fast unbehindert einköpfen. Nach gut einer halben Stunde folgte durch denselben Spieler das 2:0, nach einer von Luzerns Innenverteidiger Lucas Alves eingeleiteten Kette von Abwehrfehlern. Und in der 36. Minute konnte der Spanier Miguel Guerrero, neu von Leganés übernommen, einen von Konstantinos Fortounis schön aufgelegten Ball nur noch einschieben. In der zweiten Halbzeit hatte Fortounis zweimal mit Pfostenschüssen Pech, ehe Guerrero in der Schlussphase ein zweites Mal erfolgreich blieb.

Bei Luzern wog das Handicap der vielen Verletzten in der Abwehr zu schwer. Aber auch in der Offensive brachten die Innerschweizer so gut wie nichts zustande. Vier Minuten nach der Pause gab Pascal Schürpf den ersten (harmlosen) Schuss aufs Tor ab. Derselbe Schürpf hatte in der 17. Minute per Kopf den Arm des griechischen Abwehrspielers Jagos Vukovic getroffen, doch der Schiedsrichter entschied in dieser Szene richtigerweise nicht auf Penalty.

Luzern war in allen Belangen unterlegen, der Mangel an internationaler Erfahrung und die fehlende Klasse wurde schonungslos offenbart. Olympiakos dagegen, das 19 der letzten 22 Meisterschaften in Griechenland für sich entschied, zuletzt aber hinter AEK Athen und PAOK Saloniki nur noch dritte Kraft war, machte gegen die überforderten Innerschweizer einen ersten Schritt, um den Klub-Eingetümer Evangelos Marinakis milde zu stimmen. Letzte Saison hatte dieser das Team mit 400'000 Franken gebüsst und die Mannschaft völlig umgekrempelt.

(sda / Central Redaktion)


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