Der Kanton Zug verfügt über Kiesreserven für zehn Jahre


Roman Spirig
Regional / 09.07.19 14:06

Die Kieswerke im Kanton Zug haben im vergangenen Jahr weniger Kies gefördert als in den Vorjahren. Die Kiesreserven reichen laut der Regierung noch für knapp zehn Jahre. Für die Zeit ab 2029 brauche es neue Abbaumöglichkeiten zur Sicherstellung der Kiesversorgung.

Der Kanton Zug verfügt über Kiesreserven für zehn Jahre (Foto: KEYSTONE / STEFFEN SCHMIDT)
Der Kanton Zug verfügt über Kiesreserven für zehn Jahre (Foto: KEYSTONE / STEFFEN SCHMIDT)

Im Jahr 2018 bauten sämtliche Kieswerke im Kanton Zug rund 362'000 Kubikmeter Kies ab, wie aus dem Jahresbericht über den Kiesabbau hervorgeht, den die Zuger Regierung am Dienstag veröffentlichte. Die Abbaumenge lag deutlich unter dem mehrjährigen Durchschnitt von 468'000 Kubikmeter.

Der Kiesumsatz im Kanton Zug belief sich auf 708'000 Kubikmeter. 39 Prozent davon wurden importiert, 34 Prozent exportiert. Daraus resultiert nach zuletzt vier Jahren mit Exportüberschüssen wieder ein Importüberschuss.

Es sei absehbar, dass im Kanton bis 2028 die rechtlich gesicherten Kiesreserven abgebaut sind, schreibt die Regierung. Um die zukünftige Versorgung sicherzustellen, soll der Abbaustandort Hatwil/Hubletzen in Cham im kantonalen Richtplan festgesetzt werden.

Gegen diese Pläne wehrt sich allerdings die Gemeinde. Sie sieht Trinkwasser und Naturschutz durch einen Abbau gefährdet. Im August legt die Baudirektion die entsprechende Richtplananpassung für die Mitwirkung der Bevölkerung öffentlich auf.

Der neuste Bericht zeige, dass der Kiesabbau im Kanton gedrosselt wurde, was die Regierung als erfreulich wertet. Kies werde durch andere Produkte ersetzt, etwa durch aufbereitete mineralische Bauabfälle (RC-Material). Ihr Anteil ist allerdings mit 17 Prozent am Gesamtumsatz tiefer als im Richtplan vorgesehen.

Um die erwünschte Steigerung zu erreichen, seien weitergehende Massnahmen nötig. Kies sparen lasse sich auch mit der Verwendung von Aushubmaterial für Hinterfüllungen.

Im Berichtsjahr wurde schliesslich 824'000 Kubikmeter offenes Kiesgrubenvolumen mit unverschmutztem Aushub aufgefüllt und rekultiviert. Gemäss Angaben der Kieswerke standen per Ende 2018 in den Kiesgruben grundsätzlich noch rund 5,5 Millionen Kubikmeter freies Auffüllvolumen zur Verfügung.

(sda)


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