Der Neuchâtel UC ist zum zweiten Mal Schweizer Meister


News Redaktion
Sport / 15.04.21 20:47

Der Neuchâtel UC entscheidet die Best-of-5-Finalserie der Volleyballerinnen dank einem 3:2-Auswärtserfolg in Düdingen mit 3:1 zu seinen Gunsten und ist zum zweiten Mal nach 2019 Schweizer Meister.

Die Neuenburgerinnen können zum zweiten Mal nach 2019 den Meisterpokal in die Höhe stemmen (FOTO: KEYSTONE/LAURENT GILLIERON)
Die Neuenburgerinnen können zum zweiten Mal nach 2019 den Meisterpokal in die Höhe stemmen (FOTO: KEYSTONE/LAURENT GILLIERON)

Nicht nur weil es erstmals in der Serie über fünf Sätze ging darf das letzte als das beste Spiel des Finals der Frauen bezeichnet werden. Nach der zu deutlichen Niederlage am Montag war Düdingen stark verbessert in die Partie gestartet und hatte in engen Sätzen (29:27 im ersten, 27:25 im zweiten) zweimal vorgelegt.

Der NUC kam jeweils kraftvoll zurück und behielt im Tiebreak die Nerven, nachdem er ein 10:6-Vorsprung eingebüsst hatte. Kyra Holt verwertete schliesslich den ersten Matchball zum 15:12 und zum Triumph, nachdem zuvor ihre amerikanische Landsfrau Tia Scambray mit ihrem 40. Punkt des Abends - Saisonrekord - das Spiel in Richtung Sieg gelenkt hatte.

Nach der langjährigen Volero-Dominanz schien eigentlich Aesch-Pfeffingen für die Nachfolge der Zürcherinnen bereitzustehen. Doch dann erwies sich 2019 der Neuchâtel UC als Final-robuster und holte gegen die Baselbieterinnen sowohl im Cup als auch in der Meisterschaft den jeweils ersten Titel. Und letztes Jahr wurden die beiden Cup-Finalisten nach ihrer Playoff-Halbfinalqualifikation von Corona gestoppt.

In dieser Saison nun scheiterten im Cup beide an Kanti Schaffhausen, der NUC dabei erst mit 13:15 im Entscheidungssatz des Finals. Und weil Qualifikationssieger Aesch-Pfeffingen in den Playoff-Halbfinals auch pandemiebedingt unglücklich an Düdingen scheiterte, nutzten die Neuenburgerinnen die Gunst der Stunde, um sich - völlig verdient - zumindest ihren zweiten Meistertitel zu sichern. Treibende Kräfte waren wie schon vor zwei Jahren die beiden Angreiferinnen Tia Scambray und Kyra Holt, die übrigens wie die australische Erfolgstrainerin Lauren Bertolacci ihre Verträge bereits für eine vierte Saison in Neuenburg verlängert haben.

Im Hinblick auf nächste Saison wird Bertolacci einige neue Akteurinnen einbauen. Julie Lengweiler macht den Schritt ins Ausland, die Thurgauerin wird künftig in Finnland spielen. Mit Martina Halter hat eine andere Schlüsselspielerin wegen des Studiums den Rücktritt vom Spitzensport erklärt. Und mit Chiara Petitat wird eine dritte Nationalspielerin nächste Saison fehlen. Die 19-Jährige erlitt am Montag einen Kreuzbandriss. Zudem verlassen Amanda Benson und Lauren Page den NUC.

(sda)


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