Der "Schlieremer Wolf" zieht im Zoologischen Museum ein


News Redaktion
Schweiz / 13.05.22 11:53

Der erste Wolf im Kanton Zürich nach über hundert Jahren hatte ein kurzes Leben. Das Jungtier wurde 2014 in Schlieren von einem Zug überfahren. Als Präparat ist das Tier nun im Zoologischen Museum zu sehen.

Baudirektor Martin Neukom (Grüne) bei der Übergabe des Schlieremer Wolfs an das Zoologische Museum. (FOTO: KEYSTONE/Ennio Leanza)
Baudirektor Martin Neukom (Grüne) bei der Übergabe des Schlieremer Wolfs an das Zoologische Museum. (FOTO: KEYSTONE/Ennio Leanza)

Der "Schlieremer Wolf" wurde am Freitag von Baudirektor Martin Neukom (Grüne) dem Zoologischen Museum der Universität Zürich übergeben, wie die Baudirektion mitteilte. Das Präparat wird einen Platz in der Sammlung einheimischer Wildtiere erhalten.

Ab März 2023 geht der ausgestopfte Wolf dann auf Tour: Zuerst wird er in der Sonderausstellung "Schatzkammer Wald" des Museums Burghalde in Lenzburg zu sehen sein. Anschliessend wird er im Altbau der Universität Zürich an der Karl-Schmid-Strasse 4 gezeigt.

Bei dem Tier handelt es sich um das männliche Jungtier M43 aus dem Bündner Calanda-Rudel. Auf seinem Weg nach Zürich riss der Wolf im Jahr 2013 im Glarnerland und in Ausserschwyz mehrere Schafe.

Danach streifte er auf der Suche nach einem neuen Revier durch den Grossraum Zürich, bevor er in der Nacht auf den 18. Juni 2014 in Schlieren von einem Zug überfahren wurde.

Ein aufmerksamer Jagdaufseher benachrichtige die Fischerei- und Jagdverwaltung, die den Kadaver kurz vor der Entsorgung sicherstellte. Nach Abschluss der genetischen Untersuchungen wurde das Tier vom Tierpräparator Marcel Nyffenegger rekonstruiert.

(sda)


Anzeige
Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren

Unwetter in Kanada: fünf Tote und Hunderttausende ohne Strom
International

Unwetter in Kanada: fünf Tote und Hunderttausende ohne Strom

Bei mehreren heftigen Stürmen und Gewittern sind in Kanada am Wochenende mindestens fünf Menschen ums Leben gekommen. Das Unwetter zog eine Schneise der Verwüstung durch die Provinzen Ontario und Quebec und trennte fast eine Million Haushalte von der Stromversorgung, wie das kanadische Umweltministerium mitteilte. In den Städten Toronto, Montreal und Ottawa wurden Windgeschwindigkeiten von 130 Kilometern pro Stunde gemessen. Derart starke Unwetter gelten in dieser Region – der bevölkerungsreichsten des Landes – als selten.

Wärter und Häftling in der Waadt des Drogenhandels verdächtigt
Schweiz

Wärter und Häftling in der Waadt des Drogenhandels verdächtigt

Ein Wärter und ein Häftling sind am Montagmorgen in der Strafanstalt Orbe VD wegen Verdachts auf Handel mit Drogen und Mobiltelefonen festgenommen worden. Die Waadtländer Polizei führte zudem mehrere Hausdurchsuchungen durch.

Bundesrat soll laut Kommission Rolle seiner Krisenorgane überdenken
Schweiz

Bundesrat soll laut Kommission Rolle seiner Krisenorgane überdenken

Die Geschäftsprüfungskommissionen von National- und Ständerat (GPK) kritisieren den Bundesrat dafür, zu Beginn der Corona-Krise Anfang 2020 eine zu passive Rolle in der Krisenorganisation eingenommen zu haben. Die Regierung müsse die Lehren daraus ziehen.

Luzern vereinfacht Bewilligungsverfahren für Wärmepumpen
Regional

Luzern vereinfacht Bewilligungsverfahren für Wärmepumpen

Der Luzerner Kantonsrat hat am Montag entschieden, das Bewilligungsverfahren für Wärmepumpen zu vereinfachen. Ob ein Meldeverfahren analog dem Meldeverfahren für Solaranlagen die richtige Lösung ist, wie dies ein entsprechender Vorstoss verlangt, soll noch näher geprüft werden.