Der Schweizer Nationalpark ist nach wie vor ein Magnet


Roman Spirig
Schweiz / 09.07.19 12:57

Der Schweizerische Nationalpark im Engadin erfreut sich ungebrochener Beliebtheit. In Scharen strömten Besucherinnen und Besucher letzten Sommer ins Naturreservat.

Der Schweizer Nationalpark ist nach wie vor ein Magnet (Foto: KEYSTONE / GAETAN BALLY)
Der Schweizer Nationalpark ist nach wie vor ein Magnet (Foto: KEYSTONE / GAETAN BALLY)

94'055 Besucherinnen und Besucher seien von den automatischen Zählstellen auf den verschiedenen Wanderrouten im Parkgebiet erfasst worden, heisst es im soeben erschienenen Jahresbericht 2018. In den letzten acht Jahren seien die Frequenzen lediglich im Jahr 2014, beim 100 Jahr-Jubiläum, um 15'000 Personen höher gewesen.

Im Vergleich zum Vorjahr stieg die Besucherzahl 2018 um zehn Prozent. Da nicht alle Wanderwege mit automatischen Zählstellen ausgerüstet sind, kann die Zahl der Besucher laut Angaben im Jahresbericht auf gut 120'000 Personen hochgerechnet werden.

Eigentliches Magnet war und ist die Val Trupchun. 32'000 Besucherinnen und Besucher wanderten ins Eldorado für Tierfreunde, wo sich Rothirsche, Steinböcke, Gämsen, Murmeltiere oder Bartgeier und Steinadler beobachten lassen. In diesem Tal liegt die Besucherzahl markant höher als in den anderen Parkgebieten.

Während das Parkgebiet in der freien Natur touristisch floriert, sinkt die Zahl der Eintritte in den Ausstellungen des Besucherzentrums in Zernez. 14'800 Personen schauten sich die Expositionen an, was einen Rückgang gegenüber dem Vorjahr um 19 Prozent bedeutet.

Um Gegensteuer zu geben, ist eine Neuinszenierung der Dauerausstellung bis 2023 geplant. Die aktuelle Daueraustellung mit den rückläufigen Besucherzahlen gibt es mittlerweile schon seit elf Saisons im Angebot.

(sda)

Anzeige
Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren

Anwälte von Floyd-Familie in USA zweifeln Obduktionsergebnis an
International

Anwälte von Floyd-Familie in USA zweifeln Obduktionsergebnis an

Die Anwälte des nach einem brutalen Polizeieinsatz in der US-Stadt Minneapolis gestorbenen Schwarzen George Floyd haben Zweifel an den Ergebnissen einer Obduktion angemeldet. Im Haftbefehl gegen einen beteiligten Polizeibeamten heisst es, Floyd sei nicht erstickt.

Regierungsrätin Rickli kritisiert Spitalrat des Zürcher Unispitals
Schweiz

Regierungsrätin Rickli kritisiert Spitalrat des Zürcher Unispitals

Die Zürcher Gesundheitsdirektorin Natalie Rickli hat in einem Zeitungsinterview zu den mutmasslichen Missständen am Universitätsspital Zürich (USZ) dessen Aufsicht kritisiert. Der Spitalrat habe seine Verantwortung offensichtlich nicht genügend wahrgenommen.

Mountainbiker stirbt nach Sturz auf Abfahrt in den Emmentaler Alpen
Schweiz

Mountainbiker stirbt nach Sturz auf Abfahrt in den Emmentaler Alpen

Ein 28-jähriger Mountainbiker ist bei einer Abfahrt vom Hohgant-Massiv in den Emmentaler Alpen am Samstagnachmittag ums Leben gekommen. Er hatte das Gleichgewicht auf seinem Zweirad verloren und war rund sechzig Meter eine Felswand hinunter gestürzt.

Platz vor Pariser Kathedrale Notre-Dame wieder geöffnet
International

Platz vor Pariser Kathedrale Notre-Dame wieder geöffnet

Gut ein Jahr nach dem verheerenden Brand von Notre-Dame ist der Platz vor der Pariser Kathedrale wieder für Besucher und Gläubige zugänglich. "Notre-Dame ist die Seele von Paris", sagte Bürgermeisterin Anne Hidalgo am Sonntag bei der Wiedereröffnung.