Deutschland betont beiderseitiges Interesse an US-Streitkräften


News Redaktion
International / 07.06.20 00:38

Der deutsche Aussenminister Heiko Maas hat über Pläne zum Abzug von US-Soldaten aus Deutschland das beiderseitige Interesse an der Zusammenarbeit betont. "Wir schätzen die seit Jahrzehnten gewachsene Zusammenarbeit mit den US-Streitkräften."

Der deutsche Aussenminister Heiko Maas lobt zwar die Zusammenarbeit mit den USA bei der Verteidigung - sagt aber gleichzeitig, dass das Verhältnis zu den Vereinigten Staaten kompliziert sei. (FOTO: KEYSTONE/EPA/Michael Kappeler / POOL)
Der deutsche Aussenminister Heiko Maas lobt zwar die Zusammenarbeit mit den USA bei der Verteidigung - sagt aber gleichzeitig, dass das Verhältnis zu den Vereinigten Staaten kompliziert sei. (FOTO: KEYSTONE/EPA/Michael Kappeler / POOL)

Dies sagte der in den Medien allseits präsente SPD-Politiker der Bild am Sonntag. Sollte es zum Abzug eines Teils der US-Truppen kommen, nehmen wir dies zur Kenntnis, sagte der Saarländer zudem. Die Zusammenarbeit sei aber im Interesse der beiden Länder, hiess es weiter. Zum Verhältnis zwischen Deutschland und den USA sagte Maas: Wir sind enge Partner im transatlantischen Bündnis. Aber: Es ist kompliziert.

US-Präsident Donald Trump plant nach Medienberichten einen drastischen Abbau der US-Truppen in Deutschland. Das Wall Street Journal hatte am Freitag unter Bezug auf ungenannte US-Regierungsvertreter berichtet, Trump habe das Pentagon angewiesen, die Präsenz in Deutschland von derzeit 34500 Soldaten um 9500 zu reduzieren. Ausserdem solle eine Obergrenze von 25000 US-Soldaten eingeführt werden, die gleichzeitig in Deutschland anwesend sein könnten.

Auch Der Spiegel berichtete unter Bezug auf eigene Informationen über eine geplante Reduzierung der US-Truppenpräsenz in Deutschland. Das Weisse Haus bestätigte entsprechende Abzugspläne Trumps nicht.

Maas kritisierte erneut Trumps Reaktion auf die Unruhen nach dem Tod des schwarzen Amerikaners George Floyd bei einem Polizeieinsatz. Ich halte es für den falschen Weg, in einer sehr angespannten Lage mit weiterer Gewalt zu drohen, sagte er. Maas äusserte zudem die Befürchtung, dass der Wahlkampf die USA noch stärker polarisiere.

(sda)


Anzeige
Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren

Neue Prognose nach Präsidentenwahl in Polen: Ausgang weiter unklar
International

Neue Prognose nach Präsidentenwahl in Polen: Ausgang weiter unklar

Bei der Stichwahl um das Präsidentenamt in Polen zeichnet sich auch nach neuen Prognosen noch kein klarer Sieger ab. Der nationalkonservative Amtsinhaber Andrzej Duda erhielt demnach am Sonntag 50,8 Prozent.

Ikea Schweiz hofft trotz Krise auf stabilen Umsatz
Wirtschaft

Ikea Schweiz hofft trotz Krise auf stabilen Umsatz

Die Schweizer Tochtergesellschaft des Möbelriesen Ikea wurde von der fast zweimonatigen Schliessung ihrer Verkaufsstellen hart getroffen. Dennoch hofft das Unternehmen, das Geschäftsjahr 2019/20 mit Zahlen auf ähnlichem Niveau wie im Vorjahr abschliessen zu können.

Papst über Hagia-Sophia-Moschee: Es schmerzt mich sehr
International

Papst über Hagia-Sophia-Moschee: Es schmerzt mich sehr

Papst Franziskus hat sein Bedauern über die Umwandlung der Hagia Sophia in Istanbul zu einer Moschee zum Ausdruck gebracht. "Ich denke an die Heilige Sophia, und es schmerzt mich sehr".

Pole-Position für überlegenen Lewis Hamilton
Sport

Pole-Position für überlegenen Lewis Hamilton

Lewis Hamilton im Mercedes sichert sich hoch überlegen die Pole-Position für den Grand Prix der Steiermark. Der Weltmeister ist in dem bei Regen gefahrenen Qualifying eine Klasse für sich.