Deutschlands Abwehr gegen Niederländer zu schwach


Roman Spirig
Sport / 06.09.19 22:53

Niederlandes Fussballer haben sich in der EM-Qualifikation gegen Deutschland auf eindrückliche Art revanchiert. Sie siegten in Hamburg 4:2, nachdem sie im März in Amsterdam durch ein spätes Gegentor 2:3 verloren hatten.

Deutschlands Abwehr gegen Niederländer zu schwach (Foto: KEYSTONE / AP / Martin Meissner)
Deutschlands Abwehr gegen Niederländer zu schwach (Foto: KEYSTONE / AP / Martin Meissner)

Der eingewechselte PSV-Stürmer Donyell Malen erzielte das vorentscheidende 3:2 nach 79 Minuten auf Vorarbeit von Georginio Wijnaldum. Der rasche Vorstoss, der zur Tor führte offenbarte exemplarisch die zum Teil eklatanten Schwächen der jungen Abwehr von Bundestrainer Joachim Löw. Auf diese Weise wurde die gute Offensivleistung der vielgepriesenen jungen Kräfte nicht belohnt. Die fehlende Balance in der Mannschaft könnte auch in weiterer Zukunft das Hauptproblem der neuen deutschen Mannschaft sein.

Bayerns Offensivspieler Serge Gnabry erzielte das lange Bestand habende 1:0 nach neun Minuten mit einem Nachschuss. Goalie Jasper Cillessen hatte einen Schuss von der Seite des vorgepreschten Leipziger Verteidigers Lukas Klostermann ungenügend abgewehrt. In der zweiten Halbzeit aber wurde die Überlegenheit der Niederländer in diesem einzigen Duell zweier renommierter Ländermannschaften in der gesamten, zehn Gruppen umfassenden EM-Qualifikation immer deutlicher.

Die Trainer Joachim Löw und Ronald Koeman haben sich beide von den wenig erfolgreichen Kadern der letzten Jahre verabschiedet. In der neuen deutschen Mannschaft hielten nur noch Toni Kroos und Goalie Manuel Neuer die Erinnerungen an den WM-Titel von 2014 wach.

Die Tabelle der Gruppe C widerspiegelt die wirklichen Kräfteverhältnisse vermutlich nicht. Nordirland liegt nach der Hälfte seines Pensums verlustpunktlos an der Spitze. Die Nordiren haben jedoch viermal ausschliesslich gegen Weissrussland und Estland gespielt, aber noch keines der vier Spiele gegen Deutschland und die Niederlande.

Österreich ist nach seinem schweren Fehlstart in der Gruppe G mit den Niederlagen gegen Polen und in Israel zurück im Geschäft. Das 6:0 gegen das weiter enttäuschende Schlusslicht Lettland (1:19 Tore insgesamt) war die Mannschaft von Trainer Franco Foda der dritte Erfolg am Stück. China-Legionär Marko Arnautovic sowie der Leipziger Marcel Sabitzer trafen im Salzburger Stadion schon in der ersten Viertelstunde.

(sda)


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