Die gestrigen Gewitter brachten Millionenschaden durch Hagel


Roman Spirig
Schweiz / 02.07.19 18:01

Heftige Gewitter, Sturmböen und Starkregen haben die Hitzewelle der letzten Tage beendet. Insgesamt entluden sich 35'000 Blitze.

Die gestrigen Gewitter brachten Millionenschaden durch Hagel (Foto: KEYSTONE / LAURENT GILLIERON)
Die gestrigen Gewitter brachten Millionenschaden durch Hagel (Foto: KEYSTONE / LAURENT GILLIERON)

Bereits am Montag seien von Westen her erste Gewitterzellen über die Schweiz gezogen, teilte Meteonews am Dienstag mit. Lokal habe es grosse Regenmengen gegeben, zum Teil auch mit eingelagerten Hagelzügen.

Der Hagel beschädigte zahlreiche Autos. Bei der Mobiliar gingen bis Dienstagabend 250 Schadensmeldungen ein; die Schadenssumme dürfte gemäss der Versicherung bis zu einer Million Franken betragen. Vom Hagel besonders betroffen waren das Berner Oberland zwischen Thun und Interlaken sowie Teile der Westschweiz.

Am meisten Niederschlag gab es am Hörnli im Kanton Zürich mit 60 Millimetern Regen. Es folgen Cham ZG mit 47 Millimetern, Wädenswil ZH und Gersau SZ mit 46 Millimetern, Zürich Flughafen mit 45 Millimetern, Niederuzwil SG mit 44 Millimetern und Grono GR mit 43 Millimetern.

Meteonews zählte insgesamt rund 35'000 Blitze. Während es am Montag vor allem in den Kantonen Bern, Graubünden, Tessin, Waadt und Schwyz blitzte und donnerte, waren am Dienstag von Mitternacht bis gegen 7.00 Uhr vor allen die Kantone Zürich, St. Gallen, Thurgau und Zug betroffen.

Starkregen führte in der Ostschweiz zu überschwemmten Kellern, wie Sprecher der Kantonspolizei Thurgau und St. Gallen am Dienstag auf Anfrage sagte.

Gegen halb eins in der Nacht habe die Feuerwehr im Raum Sirnach und Kreuzlingen zu insgesamt ein Dutzend Einsätzen ausrücken müssen, um nach starkem Regen vollgelaufene Keller auszupumpen. Weitere Schäden seien nicht registriert worden.

Im Kanton St. Gallen kam es laut Kantonspolizei zu fünf Einsätzen in den Regionen Heerbrugg, Flumserberg, Flawil und Wil. Die Autobahn A1 bei Wil sei gegen 1 Uhr in der Früh wegen eines gestauten Baches kurzzeitig überschwemmt worden. Polizei und Feuerwehr mussten die Autobahn säubern.

(sda)

Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren

Whistleblower am Unispital Zürich entlassen
Schweiz

Whistleblower am Unispital Zürich entlassen

Am Universitätsspital Zürich (USZ) ist ein Whistleblower entlassen worden. Der in leitender Funktion tätigte Arzt hatte einem Medienbericht zufolge zuvor von Missständen an der Klinik für Herzchirurgie berichtet.

Mehr als 500 Landwirbeltier-Arten stehen vor dem Aussterben
International

Mehr als 500 Landwirbeltier-Arten stehen vor dem Aussterben

Mehr als 500 Arten von Landwirbeltieren stehen derzeit am Rande des Aussterbens. Dies sei wahrscheinlich grösstenteils auf menschliches Handeln zurückzuführen, berichten Forscher um Gerardo Ceballos von der Nationalen Autonomen Universität Mexikos (Unam).

17 neue Ansteckungen mit dem Coronavirus
Schweiz

17 neue Ansteckungen mit dem Coronavirus

In der Schweiz und in Liechtenstein sind innerhalb eines Tages 17 neue Ansteckungen mit dem Coronavirus gemeldet worden. Am Freitag waren 32, am Donnerstag 20 sowie am Mittwoch und Dienstag je 15 neue Fälle gemeldet worden.

Anwälte von Floyd-Familie in USA zweifeln Obduktionsergebnis an
International

Anwälte von Floyd-Familie in USA zweifeln Obduktionsergebnis an

Die Anwälte des nach einem brutalen Polizeieinsatz in der US-Stadt Minneapolis gestorbenen Schwarzen George Floyd haben Zweifel an den Ergebnissen einer Obduktion angemeldet. Im Haftbefehl gegen einen beteiligten Polizeibeamten heisst es, Floyd sei nicht erstickt.