Die Rückkehr ist perfekt! Wahl-Baarer Räikkönen fährt wieder für Sauber


Roman Spirig
Sport / 11.09.18 11:57

Kimi Räikkönen und Charles Leclerc tauschen nach dieser Formel-1-Saison ihren Arbeitgeber. Der Finne übernimmt bei Alfa Romeo Sauber das Cockpit von Charles Leclerc, der für die Scuderia Ferrari an den Start gehen wird.

Die Rückkehr ist perfekt! Wahl-Baarer Räikkönen fährt wieder für Sauber  (Foto: KEYSTONE / JIMMY FROIDEVAUX)
Die Rückkehr ist perfekt! Wahl-Baarer Räikkönen fährt wieder für Sauber (Foto: KEYSTONE / JIMMY FROIDEVAUX)

Die Anzeichen auf den Fahrer-Wechsel bei der Scuderia hatten sich in den letzten Wochen verdichtet, nun haben ihn die Verantwortlichen endlich offizialisiert - und damit ganz im Sinne des früheren Ferrari-Präsidenten Sergio Marchionne gehandelt.

Der Ende Juli in Zürich verstorbene Top-Manager hatte sich stets für den Fahrer-Tausch stark gemacht. Zuletzt hatte die Meldung die Runde gemacht, dass Marchionne die Formalitäten für die Rückkehr Leclercs zu Ferrari als Stammfahrer auf die nächste Saison hin längst in einem Vorvertrag fixiert hatte.

Leclerc statt Räikkönen, Jungspund statt Routinier. Die Rochade wird auch für Sebastian Vettel Veränderungen bringen. In Zukunft hat der Deutsche nicht mehr seinen Kumpel an der Seite, der sich in den vier gemeinsamen Jahren fast ausnahmslos in den Dienst des Teams gestellt und eigene Interessen so weit wie möglich zurückgestuft hat. Im zweiten Ferrari wird fortan ein Emporkömmling sitzen, der seine Chance in einem siegfähigen Auto nutzen und den nächsten Schritt in seiner viel versprechenden Karriere machen will.


(Foto: KEYSTONE / APA/APA / HERBERT NEUBAUER)
(Foto: KEYSTONE / APA/APA / HERBERT NEUBAUER)
(Foto: KEYSTONE / APA/APA / GEORG HOCHMUTH)
(Foto: KEYSTONE / APA/APA / GEORG HOCHMUTH)

Der Entscheid ist nachvollziehbar. Mit dem 20-jährigen Leclerc kehrt ein Fahrer zu Ferrari zurück, der dem firmeneigenen Förderprogramm entsprungen ist und die Erwartungen bisher ausnahmslos erfüllt hat - sei es als Gesamtsieger in der GP3-Serie und in der Formel 2 oder nunmehr als Rookie in der Formel 1 als Fahrer der Equipe Alfa Romeo Sauber.

Räikkönen muss Ferrari nach insgesamt acht Saisons verlassen. Ein erstes Mal hatte der Mitte Oktober 39-jährig werdende Schweiger mit Wohnsitz in Baar im Kanton Zug von 2007 bis 2009 in Diensten der Roten gestanden, das zweite Mal, nach einem zweijährigen Intermezzo in der Rallye-Weltmeisterschaft und zwei Saisons im Formel-1-Team Lotus, seit 2014. Gleich in seinem ersten Jahr wurde Räikkönen als bisher letzter Fahrer von Ferrari Weltmeister.

Genug von der Formel 1 hat Räikkönen gleichwohl nicht. Mit dem Wechsel zu Alfa Romeo Sauber kehrt er in jene Equipe zurück, in der er als damals unbekannter Fahrer vor 17 Jahre seine ersten Sporen als Formel-1-Fahrer abverdient hat. Beim Zürcher Rennstall hat der Finne einen Zweijahresvertrag unterzeichnet.

Für mehr News - hier klicken

(sda / Central Redaktion)


Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren

Fragen um den FIFA-Präsidenten - Plante Infantino grossen Rechte-Verkauf?
Sport

Fragen um den FIFA-Präsidenten - Plante Infantino grossen Rechte-Verkauf?

FIFA-Präsident Gianni Infantino bleibt in den Schlagzeilen. Wie deutsche Medien berichten, soll die von ihm anvisierte 25-Milliarden-Offerte für die Einführung einer neuen Klub-WM und einer globalen Nations League auch den Verkauf von zahlreichen Rechten beinhalten.

Schweizer Quartett qualifiziert
Sport

Schweizer Quartett qualifiziert

Das Quartett der Schweizer Skispringer nahm beim Weltcup-Auftakt im polnischen Wisla die Qualifikationshürde für den Wettkampf vom Sonntag. Killian Peier (119,5 m/30. Rang), Simon Ammann (117,5/35.), Andreas Schuler (117/40.) und Gregor Deschwanden (114/50.) klassierten sich allerdings im hinteren Teil des Feldes. Am Sonntag werden nur die Top 30 Weltcuppunkte erhalten.

Merkel ruft in Chemnitz zu Abgrenzung gegen Rechtsradikale auf
International

Merkel ruft in Chemnitz zu Abgrenzung gegen Rechtsradikale auf

Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel hat sich drei Monate nach der tödlichen Messerattacke in Chemnitz den Fragen der Bürger gestellt. Sie rief dazu auf, sich bei Demonstrationen scharf gegen Fremdenfeinde und Rechtsradikale abzugrenzen.

CEO Florian Kohler verlässt Swiss Ice Hockey
Sport

CEO Florian Kohler verlässt Swiss Ice Hockey

CEO Florian Kohler wird Swiss Ice Hockey per Ende der laufenden Saison verlassen. Er trug die operative Verantwortung beim Verband seit 2013.