Die Schweizer Unihockey-Lichtgestalt hört auf


News Redaktion
Sport / 20.03.20 16:15

Mit Matthias Hofbauer tritt eine der prägendsten Figuren der Szene von der Unihockey-Bühne ab.

Matthias Hofbauer in einem seiner letzten Spiele für die Schweiz an der WM Ende 2018 (FOTO: KEYSTONE/HANDOUT SWISS UNIHOCKEY/FABIAN TREES)
Matthias Hofbauer in einem seiner letzten Spiele für die Schweiz an der WM Ende 2018 (FOTO: KEYSTONE/HANDOUT SWISS UNIHOCKEY/FABIAN TREES)

Der 38-jährige Berner in Diensten des letztjährigen Schweizer Meisters Wiler-Ersigen gab nach 23 Jahren auf höchstem Niveau seinen Rücktritt bekannt.

Hofbauer setzte in seiner Laufbahn diverse Bestmarken. Mit 194 Länderspielen ist er Rekord-Internationaler, seine 97 Skorerpunkte an Weltmeisterschaften (aus 57 Spielen) sind ebenfalls Bestwert. In der Schweiz verbuchte der ältere Bruder des Ex-Internationalen Christoph Hofbauer in 565 NLA-Partien sagenhafte 1073 Skorerpunkte. Er gewann zehn Meistertitel und holte drei Cupsiege. Einzig ein WM-Titel mit der Schweiz blieb ihm verwehrt.

Sowohl das Nationalteam als auch den SV Wiler-Ersigen prägte Hofbauer wie kein anderer. Mit Ausnahme von drei Jahren in Schweden hielt er seinem Stammklub stets die Treue. Mit ihm feierten die Berner 2004 ihren ersten und im Vorjahr den zwölften Meistertitel.

Wegen des abrupten Saisonabbruchs infolge des Coronavirus war es nun ein Abschied durch die Hintertür. Das zweite Spiel des Playoff-Viertelfinals bei Chur Unihockey (10:2-Sieg) unter Ausschluss der Öffentlichkeit war Hofbauers letztes. Der Zeitpunkt passt trotzdem. Ich verspüre nicht Wehmut, sondern Dankbarkeit, dass ich den Zeitpunkt meines Rücktritts selbst bestimmen konnte. Nicht so wie beispielsweise mein Bruder, der von einem auf den anderen Tag wegen einer Verletzung aufhören musste, kommentierte der langjährige Captain des Nationalteams.

(sda)


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