Die Titlis Bahnen blicken auf eine schwierige Wintersaison zurück


Roman Spirig
Regional / 25.06.19 10:44

Der Bergbahnenbetreiber Titlis hat im per April abgeschlossenen Winterhalbjahr weniger umgesetzt und verdient als im Vorjahr. Erst lag zu wenig, dann zu viel Schnee, so dass das Präparieren der Pisten besonders aufwendig war.

Die Titlis Bahnen blicken auf eine schwierige Wintersaison zurück (Foto: KEYSTONE /  / )
Die Titlis Bahnen blicken auf eine schwierige Wintersaison zurück

Die Zahl der Gäste stieg vom 1. November 2018 bis 30. April 2019 um 1,4 Prozent auf 628'287 und auf eine neue Rekordhöhe. Gegenüber dem Fünf-Jahresdurchschnitt resultierte ein Plus von 8,4 Prozent. Trotz dieser Zunahme ging der Verkehrsertrag leicht zurück. Er kam auf 23,8 Millionen Franken zu liegen nach 23,9 Millionen im Vorjahr.

Ein deutlicheres Minus gab es bei den Profitabilitätskennzahlen. Das Betriebsergebnis auf Stufe EBIT sank um knapp 55 Prozent auf 2,9 Millionen. Unter dem Strich resultierte auch ein deutlich tieferer Gewinn von 2,4 Millionen nach 5,5 Millionen im Vorjahr.

Grund für das schlechtere Resultat sei der "enorme Aufwand" für den Schneesportbetrieb im Winter 2018/19, teilten die Titlis Bahnen mit. In den Monaten November und Dezember hätten grosse Mengen an technischem Schnee produziert werden müssen, um den Skibetrieb zu ermöglichen. Die extremen Schneefälle ab Januar wiederum hätten zusätzliche Pistenfahrzeug-Stunden und somit beträchtliche Mehrkosten verursacht.

Im Gegensatz zur schwierigen Wintersaison sei der Start in die Sommersaison 2019 geglückt, teilte das Bahnunternehmen mit. Die Ersteintritte Mai bis Juni seien rund 2,5 Prozent über den Rekord-Vorjahresmonaten gelegen. Und grundsätzlich bleibe man auch optimistisch, was den Winter anbelange. "Mit Blick auf die Trends in Europa und den Überseemärkten dürfen wir eine erfolgreiche Wintersaison 2019/20 erwarten."

Bereits im März dieses Jahres hatte die Gesellschaft bekannt gegeben, dass die Gespräche über einen möglichen Zusammenschluss mit den Brunni-Bahnen eingestellt wurden. Nach verschiedenen Verhandlungsrunden hatte man festgestellt, dass die Preis-Vorstellungen in Bezug auf eine Übernahme "zu stark auseinanderliegen".

(sda)


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