Die UBS will in den USA wachsen


News Redaktion
Wirtschaft / 14.01.23 02:54

Die UBS will ihr USA-Geschäft stärken. "Wir müssen vor allem das Vermögensverwaltungsgeschäft zum Laufen bringen und dort eine Margenverbesserung erzielen", sagte UBS-Verwaltungsratspräsident Colm Kelleher in der "Neuen Zürcher Zeitung".

Die UBS will ihr USA-Geschäft stärken.
Die UBS will ihr USA-Geschäft stärken. "Wir müssen vor allem das Vermögensverwaltungsgeschäft zum Laufen bringen und dort eine Margenverbesserung erzielen", sagte UBS-Verwaltungsratspräsident Colm Kelleher in der "Neuen Zürcher Zeitung". (Archivbild) (FOTO: KEYSTONE/GAETAN BALLY)

"Klar ist auch: Wir werden die Investmentbank nicht vergrössern", so Colm im am Samstag veröffentlichten Interview. Der Mehrwert der Bank liege bei der Betreuung vermögender bis sehr vermögender Privatkunden. "Darauf müssen wir uns konzentrieren, vor allem in den USA." Die Bank wolle langfristige Investoren anziehen, insbesondere institutionelle Investoren in den USA sollen ihre Aktien kaufen.

Die Bank werde weiter Aktien zurückkaufen, in den USA werde es in absehbarer Zeit aber keine Aquisitionen geben. Denkbar sei auch, die Leistungsziele der US-Bereiche separat auszuweisen. "Zu grösseren strategischen Veränderungen wird es nicht kommen. Wir haben auch nicht den Wunsch, die Credit Suisse zu kaufen", sagte Colm. Neben den USA will die Bank nach dem Ende der Null-Covid-Politik Chinas auch die Geschäfte in Asien intensivieren.

Das Schweizer Kerngeschäft sei zwar grossartige, sagte Colm über den Heimmarkt der UBS. "Aber der Motor ist anderswo. In einem Land mit 8,7 Millionen Einwohnern können wir das Geschäft per Definition nicht wesentlich ausbauen." Er will die Bank zur bedeutendsten Vermögensverwalterin der Welt machen. "Ich glaube, die UBS mit ihren Schweizer Wurzeln kann zum führenden, globalen Akteur werden, der europäische Interessen vertritt."

Innerhalb der Bank will Colm zudem Strukturen und Prozesse vereinfachen. "Die Bank ist komplex und teilweise zu bürokratisch", sagte er.

(sda)


Anzeige
Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren

Selenskyj: London stand uns vom ersten Tag an zur Seite
International

Selenskyj: London stand uns vom ersten Tag an zur Seite

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat sich bei einer Rede im britischen Parlament für die Unterstützung Grossbritanniens im Kampf gegen den russischen Angriffskrieg bedankt.

Nach Erdbeben mehr als 4200 Tote in Syrien und Türkei
International

Nach Erdbeben mehr als 4200 Tote in Syrien und Türkei

Die Zahl der Todesopfer der verheerenden Erdbeben im türkisch-syrischen Grenzgebiet ist auf mehr als 4200 gestiegen. Der Vorsitzende der türkischen Katastrophenschutzbehörde Afad, Yunus Sezer, gab in der Nacht zum Dienstag die Zahl der Toten im eigenen Land mit 2921 an. Ausserdem seien 15 834 "unserer Bürger" verletzt. In Syrien kamen nach Angaben des Gesundheitsministeriums sowie der Rettungsorganisation Weisshelme von Montagabend mindestens 1300 Menschen ums Leben.

Papst Franziskus beendet Friedensreise in den Südsudan
International

Papst Franziskus beendet Friedensreise in den Südsudan

Papst Franziskus hat seine Pilgerreise nach Zentral- und Ostafrika beendet. Das Oberhaupt der katholischen Kirche verliess am Sonntag den Südsudan, wo es seit Freitag zu Gast war und für Frieden geworben hatte. Eine Sondermaschine hob am Vormittag mit dem Pontifex und dessen Delegation vom Flughafen der Hauptstadt Juba in Richtung Rom ab. Gegen 17.00 Uhr landete der Papst am Airport der italienischen Hauptstadt.

Patrick Fischer muss vier Spieler ersetzen
Sport

Patrick Fischer muss vier Spieler ersetzen

Nationaltrainer Patrick Fischer muss für das dritte Turnier in dieser Saison im Rahmen der Euro Hockey Tour diverse Änderungen vornehmen.