Dortmund beendet Resultat-Flaute


Roman Spirig
Sport / 02.10.19 21:24

Borussia Dortmund fand nach drei sieglosen Spielen in Folge am zweiten Spieltag der Champions League als Gast bei Slavia Prag zum Erfolg zurück. Das 2:0 in Prag genügte zwar, um einen Trend zu stoppen, vollends überzeugend war der Auftritt des BVB aber nicht.

Dortmund beendet Resultat-Flaute (Foto: KEYSTONE / EPA / MARTIN DIVISEK)
Dortmund beendet Resultat-Flaute (Foto: KEYSTONE / EPA / MARTIN DIVISEK)

Lucien Favre gilt als Trainer, der selbst bei vermeintlich makellosen Auftritten seiner Equipe Verbesserungspotenzial ausmacht. So blieben dem 61-jährigen Waadtländer beim 2:0-Auswärtssieg in Prag die Schwächen seiner Borussia sicher nicht verborgen - vielmehr waren sie auch für weniger perfektionistisch veranlagte Beobachter augenfällig. In der Offensive fehlte es Gelbschwarz mit Ausnahme von Doppeltorschütze Achraf Hakimi an Effizienz, die Abwehr präsentierte sich einmal mehr nicht immer sattelfest.

Dass mit Hakimi ein nomineller Aussenverteidiger für die Dortmunder Tore in der 35. respektive 89. Minute sorgte, war von symbolischem Wert. Seinen Offensivkollegen, allen voran dem englischen Youngster Jadon Sancho, fehlte es aus aussichtsreichsten Positionen an Kaltblütigkeit. Nach einer guten halben Stunde sorgte also der 20-jährige Marokkaner in Anschluss an einen BVB-Konter im Alleingang für das 1:0, zwei Minuten vor Schluss nutzte Hakimi erneut einen raschen Gegenstoss zum 2:0. Mit seinem Tor zum 1:0 beendete er zudem die 307 Minuten dauernde Torflaute des BVB in der Champions League.

Vor und zwischen den beiden Toren von Hakimi war der BVB aber auch immer Mal wieder auf die Dienste von Goalie Roman Bürki angewiesen. So rettete der 28-jährige Schweizer nach 20 Minuten und 52 Minuten jeweils gegen den alleine auf ihn zulaufenden Slavia-Angreifer, nach 24 Minuten lenkte er einen auf den ersten Pfosten gezogenen Freistoss von Nicolae Stanciu am Pfosten vorbei.

Immerhin brachte die Borussia, bei der neben Bürki im Goal mit Innenverteidiger Manuel Akanji ein zweiter Schweizer im Einsatz stand, die Führung diesmal über die Zeit. Zuletzt hatte Favres Team in der Bundesliga gegen Bremen und die Eintracht Frankfurt nach Führungen jeweils noch remisiert. Favre werden die Verbesserungsvorschläge vorerst nicht ausgehen.

(sda)

Anzeige
Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren

Anti-Rassismus-Demo mit vielen hundert Menschen in Zürich
Schweiz

Anti-Rassismus-Demo mit vielen hundert Menschen in Zürich

In Zürich haben am Pfingstmontag etwa 1000 Personen an einem unbewilligten Demonstrationsumzug quer durch die Stadt gegen Rassismus teilgenommen. Sie protestierten vor allem gegen Polizeigewalt an Schwarzen. Die Stadtpolizei hielt sich zurück.

Autoinsassen bei Unfall in Teufen ZH aus Fahrzeug geschleudert
Schweiz

Autoinsassen bei Unfall in Teufen ZH aus Fahrzeug geschleudert

Bei einem spektakulären Autounfall in Teufen ZH am späten Sonntagabend ist der 33-jährige mutmassliche Fahrer schwer verletzt worden. Ein 26-jähriger Mann kam mit leichten Blessuren davon. Das Auto hatte sich beim Unfall mehrfach überschlagen. Die Insassen wurden dabei aus dem Wagen geschleudert.

Wohnung nach Brand in Mehrfamilienhaus in Rebstein SG unbewohnbar
Schweiz

Wohnung nach Brand in Mehrfamilienhaus in Rebstein SG unbewohnbar

Eine Wohnung in einem Mehrfamilienhaus in Rebstein SG ist bei einem Brand am Samstagabend zerstört worden. Im Haus wurden vorübergehend die Bewohner von fünf Wohnungen evakuiert. Verletzt wurde niemand. Warum der Brand ausbrach, ist noch unklar.

Nawalny erhebt schwere Vorwürfe gegen die Bundesanwaltschaft
Schweiz

Nawalny erhebt schwere Vorwürfe gegen die Bundesanwaltschaft

Der russische Oppositionelle Alexei Nawalny hat schwere Vorwürfe gegen die Bundesanwaltschaft erhoben. Nawalny wirft Bundesanwalt Michael Lauber und einem ehemaligen Russland-Experten der Bundespolizei zu grosse Nähe zur russischen Generalstaatsanwaltschaft vor.