Drei Präsidenten setzen Klimaschutz zuoberst auf die Agenda


News Redaktion
Schweiz / 05.06.20 04:44

Der Klima- und Naturschutz gehört nach Ansicht der Bundespräsidenten Deutschlands, Österreichs und der Schweiz wieder zuoberst auf die Agenda. In einem gemeinsamen Aufruf zum Welt-Umwelttag fordern die drei Präsidenten rasches Handeln.

Bundespräsidentin Simonetta Sommaruga und der deutsche Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier setzen zusammen mit ihrem österreichischen Amtskollegen Alexander Van der Bellen auf eine nachhaltige Klimapolitik. (Archivbild) (FOTO: KEYSTONE/PETER SCHNEIDER)
Bundespräsidentin Simonetta Sommaruga und der deutsche Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier setzen zusammen mit ihrem österreichischen Amtskollegen Alexander Van der Bellen auf eine nachhaltige Klimapolitik. (Archivbild) (FOTO: KEYSTONE/PETER SCHNEIDER)

Unser Alltag ist auch in Europa schon lange geprägt durch extreme Hitzesommer, Überschwemmungen und Dürren. Diese Wetterausschläge sind eine Folge des Klimawandels. Gleichzeitig verschwinden immer mehr Tier- und Pflanzenarten für immer, ohne dass wir es merken.

Das schreiben Frank-Walter Steinmeier, Alexander Van der Bellen und Simonetta Sommaruga in dem gemeinsamen Gastkommentar, der in den Tamedia-Zeitungen (Freitagausgabe) veröffentlicht worden ist. Sichere Arbeitsplätze und Klimapolitik seien kein Widerspruch.

Eine gesunde Wirtschaft, die weg komme von Kohle, Öl, Gas und Abfallbergen, schaffe Wachstum und Arbeitsplätze mit Zukunft. Wir sollten deshalb nicht in die Vergangenheit investieren, sondern in neue umweltfreundliche Technologien sowie in sauberen und bezahlbaren Strom aus erneuerbaren Energien.

Wir brauchen Investitionen in eine saubere Mobilität, in Ladestationen für Elektrofahrzeuge, in bessere Zugverbindungen, Fernwärmenetze oder in energieeffiziente Häuser und Wohnblocks, heisst es in dem Aufruf weiter.

So könne jeder das Klima schützen. Gleichzeitig werde das Portemonnaie der Bevölkerung geschont. Wer zum Beispiel in einer gut isolierten Wohnung lebe, gebe weniger Geld für das Heizen aus.

Lehren liessen sich ferner aus der Coronakrise ziehen. Die letzten Wochen hätten gezeigt, dass die Menschen auch über grosse Distanzen hinweg bestens zusammenarbeiten könnten. Videokonferenzen und Home Office könnten sinnvolle Instrumente sein, um den Verkehr zu entlasten und Treibhausgase zu verringern.

Die Klimakrise lasse sich nicht durch einen Lockdown bewältigen. Erfolgreiche Klimapolitik benötige einen langen Atem. Zwischen Massnahmen und ihren Auswirkungen auf das Klima lägen mitunter Jahrzehnte. Wir haben alle Gründe, beim Klimaschutz vorwärts zu machen. Tun wir es, heisst es in dem Aufruf abschliessend.

(sda)


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