Ebikon plant markante Steuererhöhung für 2021


Roman Spirig
Regional / 03.11.20 12:00

Die Gemeinde Ebikon LU befindet sich in einer schwierigen Finanzlage. Obwohl der Gemeinderat für 2021 den Steuerfuss von 1,8 auf 2,0 Einheiten erhöhen will, bleibt unter dem Strich ein Defizit von fast 3 Millionen Franken.

Ebikon plant markante Steuererhöhung für 2021 (Foto: KEYSTONE / URS FLUEELER)
Ebikon plant markante Steuererhöhung für 2021 (Foto: KEYSTONE / URS FLUEELER)

Wie die Gemeinde am Dienstag mitteilte, sieht der Voranschlag einen Aufwand von 113,3 Millionen Franken und einen Ertrag von 110,5 Millionen Franken vor. Der Fehlbetrag beläuft sich damit auf 2,8 Millionen Franken.

Ebikon befinde sich seit einigen Jahren in einer schwierigen finanziellen Lage, erklärte der Gemeinderat. Die Ausgaben für Bildung, Gesundheit und soziale Sicherheit würden stark wachsen, die Steuererträge aber nur unterdurchschnittlich.

Der Gemeinderat wies darauf hin, dass 80 Prozent der Ausgaben gesetzlich vorgeschrieben und kaum beeinflussbar seien. Das Sparpotential sei praktisch ausgeschöpft, ohne Steuererhöhung könne das chronische Defizit der Gemeinde nicht beseitigt werden.

Der Steuerfuss der Gemeinde lag lange bei 1,9 Einheiten. Im Zuge der kantonalen Aufgaben- und Finanzreform AFR18 musste er auf 1,8 Einheiten gesenkt werden. Mit der Erhöhung auf 2,0 Einheiten erwartet der Gemeinderat Mehreinnahmen von 3,6 Millionen Franken.

Der Gemeinderat versuchte zudem, die Folgen der Coronapandemie im Budget 2021 abzubilden. Er gehe von einem eher optimistischen Szenario aus, teilte er mit. Er rechne mit steuerlichen Mindereinnahmen von 0,5 Millionen Franken und zusätzlichen Sozialausgaben von 0,6 Millionen Franken.

Gemäss Finanzplanung befindet sich Ebikon 2021 in einer Talsohle. Danach soll es finanziell wieder noch oben gehen, ab 2024 sollen wieder schwarze Zahlen geschrieben werden.

Die Stimmberechtigten von Ebikon werden am 29. November über den Voranschlag und den Steuerfuss befinden. Dann kommt auch die Überbauung Sagenmatt vors Volk. Der Regierungsrat hatte diese für den 27. September 2020 geplante Abstimmung wenige Tage vor dem Termin wegen eines Fehlers in der Abstimmungsbotschaft abgesagt.

(sda)


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