Einbürgerungsfrist im Kanton Schwyz bleibt bei fünf Jahren


News Redaktion
Regional / 24.06.21 11:11

Die Bedingungen für den Schweizer Pass werden im Kanton Schwyz nicht gelockert. Der Kantonsrat hat am Donnerstag eine Einzelinitiative aus der SP, die die Frist für Einbürgerungsgesuche kürzen wollte, klar abgelehnt.

Im Kanton Schwyz werden die Anforderungen für das erlangen des Bürgerrechts nicht gelockert. (Symbolbild) (FOTO: KEYSTONE/CHRISTIAN BEUTLER)
Im Kanton Schwyz werden die Anforderungen für das erlangen des Bürgerrechts nicht gelockert. (Symbolbild) (FOTO: KEYSTONE/CHRISTIAN BEUTLER)

Die drei Initianten verlangten mit ihrem Vorstoss, dass Personen, die sich einbürgern lassen wollen, neu zwei statt fünf Jahre in der Schwyzer Gemeinde wohnen müssen, wo sie das Einbürgerungsgesuch stellen.

Der Kantonsrat folgte jedoch der Argumentation der vorberatenden Kommission, wonach eine lokale Verankerung wesentlich für eine Einbürgerung sei und mehr Zeit als zwei Jahre benötige. Die geltende Mindestaufenthaltsdauer von fünf Jahren entspreche zudem dem Willen der Gemeinden.

Mit 58 zu 32 Stimmen erklärte der Kantonsrat die Einzelinitiative nicht erheblich. Zuvor war die Debatte teilweise emotional verlaufen.

Die SP-Initianten hatten argumentiert, dass es angesichts der erhöhten Mobilitätsanforderungen der heutigen Arbeitswelt und der sehr langen Aufenthaltsvorschriften des Bundes angezeigt sei, die ununterbrochene Mindestaufenthaltsdauer in der Gemeinde, auf zwei Jahre festzulegen.

Die Grünliberalen unterstützten den Vorstoss der SP und wiesen darauf hin, dass die Nachbarkantone Zug und Luzern bereits eine tiefere Mindestaufenthaltsdauer hätten, nämlich in beiden Fällen drei Jahre. Das genüge für die Integration. Entscheidend sei ohnehin die Motivation der Gesuchsteller. Gegen die Einzelinitiative wandten sich die Fraktionen SVP, FDP und CVP.

(sda)


Anzeige
Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren

Nawalny-Team: Internetriesen entfernen App zum Protestwahl-Verfahren
International

Nawalny-Team: Internetriesen entfernen App zum Protestwahl-Verfahren

Zu Beginn der Parlamentswahl in Russland haben die Internetkonzerne Google und Apple die App zum Protestwahl-Verfahren der "schlauen Abstimmung" aus ihren Systemen entfernt.

Daniela Ryf:
Sport

Daniela Ryf: "Abstand gewinnen für einen Neustart"

In St. George schliesst Daniela Ryf als Rekord-Weltmeisterin über die halbe Ironman-Distanz (5 Titel) eine 70.3-Ironman-WM mit dem 11. Rang erstmals ausserhalb der Top Ten ab.

Ab Montag gilt bei Einreise Testpflicht für Ungeimpfte
Schweiz

Ab Montag gilt bei Einreise Testpflicht für Ungeimpfte

Für Personen, die nicht von Covid-19 genesen oder nicht geimpft sind, wird die Reise in die Schweiz ab diesem Montag umständlicher und auch teurer. Es gilt eine Testpflicht für Ungeimpfte.

Äthiopiens Konfliktpartei TPLF begrüsst geplante Sanktionen durch USA
International

Äthiopiens Konfliktpartei TPLF begrüsst geplante Sanktionen durch USA

Äthiopiens Konfliktpartei Volksbefreiungsfront von Tigray (TPLF) hat die Drohung der USA, neue Sanktionen gegen Äthiopien und Eritrea zu erlassen, begrüsst. Die geplanten Sanktionen seien "ein sehr guter, wenn auch längst überfälliger Schritt", sagte TPLF-Sprecher Getachew Reda am Samstag über den Kurznachrichtendienst Twitter. Er beschuldigte die Regierung von Ministerpräsident Abiy Ahmed des Völkermords.