Einigungen in Obwalden zu Hochwassersicherheit im Sarneraatal


Roman Spirig
Regional / 07.06.19 10:46

Im Projekt Hochwassersicherheit Sarneraatal hat der Kanton Obwalden mit den Naturschützern und den Fischern Einigungen erzielen können. Damit könnten die Projektgenehmigungen voraussichtlich zeitnah erteilt werden, teilte der Kanton mit.

Einigungen in Obwalden zu Hochwassersicherheit im Sarneraatal (Foto: KEYSTONE / URS FLUEELER)
Einigungen in Obwalden zu Hochwassersicherheit im Sarneraatal (Foto: KEYSTONE / URS FLUEELER)

Die Umweltverbände Aqua Viva, BirdLife Schweiz, Landschaftsschutzverband Vierwaldstättersee, Pro Natura und WWF hatten 15 Einsprachen eingereicht, der Schweizerische und der Obwaldner Fischereiverband 12. Nach knapp 30 Monaten habe mit der Unterzeichnung von Vereinbarungen eine Einigung gefunden werden können, teilte das Bau- und Raumentwicklungsdepartement heute mit.

Die Verbände hatten kritisiert, dass die Sarneraa mit dem geplanten Projekt zu wenig ökologisch aufgewertet werde. Bemängelt wurden auch die Massnahmen zu Gunsten der Fischwanderung.

Angepasst wird das Projekt vor allem bei Kägiswil. Zu deren ökologischen Aufwertung wird die Sarneraa an zwei Stellen zusätzlich aufgeweitet. Um diese Aufweitungen zu realisieren, müssen 1,4 Hektaren Ackerland aufgegeben werden. Zudem muss der Kanal der Abwasserreinigungsanlage auf einer Länge von 700 Meter verlegt werden.

Diese Massnahmen seien ein Kompromiss, teilte das Bau- und Raumentwicklungsdepartement mit. Sie machten den Weg frei für eine nächste Teilprojektgenehmigung. Ein langwieriges und kostspieliges Rechtsmittelverfahren könne vermieden werden.

Gemäss der Mitteilung sind noch sechs Einsprachen hängig. Die nun vorliegende Vereinbarung schaffe die Grundlage, dass auch für die Mehrzahl der noch verbliebenen Einsprachen eine einvernehmliche Lösung gefunden werden könne.

Die Umweltverbände hatten auch gegen das Wasserbauprojekt Sarneraa in Alpnach Einsprache erhoben. Hier wurden vor allem die Massnahmen zum Geschiebehaushalt gerügt. Auch hier konnte der Kanton mit den Umweltverbänden eine Einigung erzielen. Bei diesem Projekt ist noch eine Einsprache hängig.

Geplant ist, dass das Sarneraatal ab 2024 besser vor Hochwasser geschützt ist. Kernstück ist ein Hochwasserentlastungsstollen.

(sda)


Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren

33 Millionen Franken Tabaksteuern zurück an Hanfblütenproduzenten
Schweiz

33 Millionen Franken Tabaksteuern zurück an Hanfblütenproduzenten

Produzenten von Hanfblüten mit tiefem THC-Gehalt erhalten rund 33 Millionen Franken an unrechtmässig erhobenen Tabaksteuern zurück. Die Eidgenössische Zollverwaltung (EZV) zieht damit die Konsequenzen aus einem Urteil des Bundesgerichts von Mitte Februar.

Best-of-7-Serien ab Playoff-Achtelfinals
Sport

Best-of-7-Serien ab Playoff-Achtelfinals

Die NHL wird die Playoffs ab den Achtelfinals wie gewohnt nach der Best-of-7-Formel spielen lassen.

23 neue Covid-19-Ansteckungen in 24 Stunden
Schweiz

23 neue Covid-19-Ansteckungen in 24 Stunden

In der Schweiz und in Liechtenstein sind innerhalb eines Tages 23 neue Ansteckungen mit dem Coronavirus gemeldet worden. Am Vortag waren es 20 gewesen, am Mittwoch 19 und am Dienstag deren drei.

Deutscher Industrie brechen Aufträge weg - Minus von 25,8 Prozent
Wirtschaft

Deutscher Industrie brechen Aufträge weg - Minus von 25,8 Prozent

Der deutschen Industrie ist das Neugeschäft wegen der Corona-Krise in Rekordtempo weggebrochen. Sie sammelte im April 25,8 Prozent weniger Aufträge ein als im Vormonat, wie das Bundeswirtschaftsministerium am Freitag mitteilte.