Elektroinstallateure wegen fahrlässiger Tötung in Basel verurteilt


News Redaktion
Schweiz / 19.01.23 11:39

Ein Elektromonteur und sein Vorgesetzter sind am Donnerstag vom Basler Strafgericht der fahrlässigen Tötung schuldig gesprochen worden. Sie werden zu bedingten Geldstrafen verurteilt.

Im Prozess um einen tödlichen Unfall mit einem automatischen Dachfenster wurden der Monteur und sein Vorgesetzter schuldig gesprochen. (Symbolbild) (FOTO: KEYSTONE/GAETAN BALLY)
Im Prozess um einen tödlichen Unfall mit einem automatischen Dachfenster wurden der Monteur und sein Vorgesetzter schuldig gesprochen. (Symbolbild) (FOTO: KEYSTONE/GAETAN BALLY)

Im August 2019 wurde eine 28-jährige Frau vom einem automatischen Fenster eingeklemmt und starb. Die beiden Verurteilten hatten zwei Jahre zuvor eine Regenautomatik eingebaut. Die Richterin kam zum Schluss, dass die beiden Beschuldigten das Fenster als betriebsbereit deklariert hätten, obschon ein Sicherheitsdefizit bestand. "Die Gefahr wurde mit dieser Umrüstung geschaffen", sagte die Richterin.

Der Elektromonteur wird zu 160 Tagessätzen zu 110 Franken verurteilt, sein Vorgesetzter zu 150 Tage zu 140 Franken. Für beide bedingte Strafen gilt eine Probezeit von zwei Jahren. Zudem müssen die beiden der Mutter der tödlichen verunglückten Frau eine Genugtuung von 10'000 Franken sowie eine Parteientschädigung von etwa 7400 Franken bezahlen.

(sda)


Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren

Zahl der Toten in Syrien steigt nach Erdbeben auf über 1600
International

Zahl der Toten in Syrien steigt nach Erdbeben auf über 1600

In Syrien werden nach den verheerenden Erdbeben weiterhin viele Tote geborgen. Das Land hat nach Angaben des Gesundheitsministeriums sowie der Rettungsorganisation Weisshelme bis Dienstagmorgen mindestens 1604 Tote gezählt. Mehr als 3600 Menschen wurden in dem Bürgerkriegsland demnach zudem verletzt. Laut der Weisshelme sind bislang mehr als 210 Gebäude vollständig eingestürzt und 441 teilweise zerstört worden.

Freude in Thailand: Kleinkind aus tiefem Bohrloch gerettet
International

Freude in Thailand: Kleinkind aus tiefem Bohrloch gerettet

Riesenerleichterung in Thailand: Nach 18 Stunden unermüdlicher Grabungsarbeiten ist es Einsatzkräften gelungen, ein eineinhalb Jahre altes Kleinkind aus einem knapp 15 Meter tiefen Bohrloch lebend zu bergen. Das aus dem Nachbarland Myanmar stammende Mädchen war am Montag beim Spielen in das extrem enge Loch für einen Brunnen gestürzt, wie die thailändische Zeitung "Khaosod" und andere Medien am Dienstag berichteten. Etwa 100 Menschen hatten sich an der Rettungsaktion beteiligt.

Marc-Andrea Hüsler bezwingt Frankreichs Nachwuchshoffnung
Sport

Marc-Andrea Hüsler bezwingt Frankreichs Nachwuchshoffnung

Marc-Andrea Hüsler steht beim ATP-Turnier in Montpellier in den Achtelfinals. Der 26-jährige Zürcher bezwingt den Franzosen Luca van Assche 6:3, 3:6, 6:3.

Weiteres Beben in der Türkei - mehr als 1400 Tote
International

Weiteres Beben in der Türkei - mehr als 1400 Tote

Ein weiteres Erdbeben der Stärke 7,5 hat die Südosttürkei erschüttert. Das Epizentrum habe in der Provinz Kahramanmaras gelegen, meldete die Erdbebenwarte Kandilli in Istanbul am Montag. Auch in Syrien und im Libanon bebte die Erde.