Emmen rechnet mit deutlichem Minus - Steuererhöhung geplant


Roman Spirig
Regional / 22.10.21 11:52

Die Luzerner Gemeinde Emmen budgetiert für das kommende Jahr bei einem Aufwand von 231,8 Millionen Franken ein Minus von 3,5 Millionen Franken. Weil der Druck auf den Finanzhaushalt gross bleibt, sieht der Gemeinderat für das Planjahr 2023 eine Steuererhöhung um 0,1 Einheiten vor.

Emmen rechnet mit deutlichem Minus - Steuererhöhung geplant (Foto: KEYSTONE / URS FLUEELER)
Emmen rechnet mit deutlichem Minus - Steuererhöhung geplant (Foto: KEYSTONE / URS FLUEELER)

Bereinigt um die coronabedingten Mindereinnahmen und Mehrausgaben von 2,5 Millionen Franken resultiere für das kommende Jahr noch ein Defizit von rund 960000 Franken, wie der Gemeinderat am Donnerstag mitteilte.

Er geht davon aus, dass die Corona-Pandemie den Finanzhaushalt der Gemeinde auch 2022 zusätzlich zu den laufenden Herausforderungen unter Druck setzten werde. Einerseits wegen zu erwartenden Mindereinnahmen bei den Steuererträgen, andererseits wegen Mehrausgaben im Sozialwesen.

Bereits im Aufgaben- und Finanzplan 2021-2024 hatte der Gemeinderat aufgezeigt, dass die finanzielle Lage der Gemeinde Emmen kritisch sei. Um die Verschuldung insbesondere für die nachfolgende Generation einzudämmen, sieht der Gemeinderat deshalb für das Planjahr 2023 eine Erhöhung des Steuerfusses um 0,1 auf 2,25 Einheiten vor. Gleichzeitig solle ein Konsolidierungsprogramm für zusätzliche Entlastung auf der Ausgabeseite sorgen.

(sda)


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