Endlich Regen? 30-Tage-Prognose lässt auf feuchtere Zeiten hoffen


Roman Spirig
Schweiz / 09.08.18 14:00

Hydrologen der Forschungsanstalt WSL testen derzeit eine 30-Tage-Trockenheitsvorhersage. Demnach könnten sich die ausgetrockneten Böden zumindest in manchen Gebieten der Schweiz bis Ende August erholen.

Endlich Regen? 30-Tage-Prognose lässt auf feuchtere Zeiten hoffen  (Foto: KEYSTONE / THOMAS HODEL)
Endlich Regen? 30-Tage-Prognose lässt auf feuchtere Zeiten hoffen (Foto: KEYSTONE / THOMAS HODEL)

Bisher konnten Hydrologen der Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft (WSL) auf der Webplattform trockenheit.ch eine 5-Tages-Prognose anbieten. Für diesen Zeitraum liefern Wettermodelle ausreichend sichere Daten über Niederschläge. Angesichts der angespannten Lage testen die WSL-Forschenden nun aber in Zusammenarbeit mit MeteoSchweiz eine 30-Tage-Trockenheitsprognose, wie die Forschungsanstalt am Donnerstag mitteilte. Ab sofort sei die Monatsvorhersage online abrufbar.

Demnach könnte die Bodenfeuchtigkeit besonders im Alpenraum und in der Westschweiz bis Monatsende leicht zunehmen. Allerdings bleiben Gewässerabflüsse und Niedrigwasserspeicher, in denen sich unterirdisch das versickernde Regenwasser sammelt und von dort in die Flüsse gelangt, so tief wie in den vergangenen Wochen, so die Mitteilung.

Allerdings müsse man die Vorhersage mit Vorsicht auffassen. Je weiter der Zeithorizont solcher Prognosen, desto mehr nimmt die Unsicherheit zu, erklärte Massimiliano Zappa von der WSL. Dennoch seien solche längerfristigen Vorhersagen nützlich, um sich auf Wasserdefizite einzustellen: Fische könnten so frühzeitig aus zu warmen oder austrocknenden Flüssen gerettet werden, und Behörden könnten beispielsweise die Bevölkerung frühzeitig zum Wassersparen auffordern.

(sda /  Central Redaktion)


Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren

Weitere gewichtiger Fehler beim Post-E-Voting-System entdeckt
Schweiz

Weitere gewichtiger Fehler beim Post-E-Voting-System entdeckt

Beim künftigen E-Voting-System der Post ist ein weiterer Fehler bei der universellen Verifizierbarkeit aufgedeckt worden. Er bestätigt laut der Bundeskanzlei den Handlungsbedarf. Der Zertifizierungs- und Zulassungsprozess wird überprüft.

Mehr Straftaten in Nid- und Obwalden, weniger in Uri
Regional

Mehr Straftaten in Nid- und Obwalden, weniger in Uri

Während die polizeilich registrierten Straftaten in den Kantonen Nid- und Obwalden im vergangenen Jahr zugenommen haben, kann der Kanton Uri einen Rückgang der Straftaten verzeichnen. In allen drei Kantonen nahm die Cyberkriminalität weiter zu.

Glarner Versicherung mit Verlusten und gescheitertem IT-Projekt
Regional

Glarner Versicherung mit Verlusten und gescheitertem IT-Projekt

Die Glarner Gebäudeversicherung (glarnerSach) hat das letzte Geschäftsjahr mit Verlusten in beiden Versicherungsbereichen abgeschlossen. Die Abwärtsbewegung an den Börsen sei dafür verantwortlich gewesen, hiess es. Kein Glück hatte das Unternehmen zudem mit einem Digitalisierungsprojekt.

Weiterhin E-Voting für Luzerner Auslandschweizer
Regional

Weiterhin E-Voting für Luzerner Auslandschweizer

Den im Ausland lebenden Luzernern soll das Abstimmen nicht erschwert werden. Der Kantonsrat hat am Montag eine Motion von Robi Arnold (SVP), der ein Moratorium für das E-Voting forderte, mit 71 zu 34 Stimmen abgelehnt.