Erdrutsch in Myanmar: 126 Menschen bei Minen-Unfall getötet


News Redaktion
International / 02.07.20 12:30

Bei einem Erdrutsch in einer Jade-Mine in Myanmar sind mindestens 126 Arbeiter gestorben. Weitere seien nach dem Unfall am frühen Donnerstagmorgen (Ortszeit) unter dem Schlamm begraben worden, sagte der Parlamentsabgeordnete der Region Hpakant, Khin Maung Myint, der Deutschen Presse-Agentur.

HANDOUT - Rettungskräfte sind nach einem Erdrutsch in einem Jade-Bergwerk im Einsatz. Mindestens 110 Arbeiter sind daei gestorben. Foto: Feuerwehr Myanmar/dpa - ACHTUNG: Nur zur redaktionellen Verwendung im Zusammenhang mit der aktuellen Berichterstattung und nur mit vollständiger Nennung des vorstehenden Credits (FOTO: Keystone/Feuerwehr Myanmar)
HANDOUT - Rettungskräfte sind nach einem Erdrutsch in einem Jade-Bergwerk im Einsatz. Mindestens 110 Arbeiter sind daei gestorben. Foto: Feuerwehr Myanmar/dpa - ACHTUNG: Nur zur redaktionellen Verwendung im Zusammenhang mit der aktuellen Berichterstattung und nur mit vollständiger Nennung des vorstehenden Credits (FOTO: Keystone/Feuerwehr Myanmar)

Der Erdrutsch sei durch starken Regen ausgelöst worden, schrieb die Feuerwehr auf Facebook. In Myanmar ist gerade Monsun-Saison. Bevor das Unglück passierte, wühlten Arbeiter in einer Abraumhalde nach kostbaren Jadesteinen, die besonders im benachbarten China geschätzt werden.

In der Region Hpakant, in der es zum dem Unfall kam, gibt es viele Jade-Minen, die wenig reguliert werden. Arbeiter schuften mancherorts unter lebensgefährlichen Bedingungen. Es kommt auch immer wieder zu Unfällen mit Toten. 2015 starben bei einem Vorfall 116 Menschen.

Myanmar ist einer der grössten Lieferanten der Schmucksteine. In der betroffenen Region werden 70 Prozent des weltweiten Premium-Jade abgebaut. Menschen aus dem ganzen Land kommen dorthin, um zu arbeiten.

Der Jade-Handel im südostasiatischen Land ist nach Schätzung der Anti-Korruptionsorganisation Global Witness rund 31 Milliarden Dollar (etwa 28 Milliarden Euro) wert - und macht knapp die Hälfte des Bruttoinlandprodukts des armen Landes aus. Von den Erträgen profitierten jedoch meist nur wenige. Viel Geld wird im Schwarzmarkt erzielt. Das Geschäft werde von einer Schurkenriege früherer Generäle, von den USA mit Sanktionen belegten Drogenbaronen und Ganoven mit Waffen kontrolliert, heisst es in einem Report der Organisation von 2015.

(sda)


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