Erhält der Bahnhof Rothenburg doch noch ein WC?


News Redaktion
Regional / 13.09.21 15:44

Der Bahnhof von Rothenburg Station kann für 36,5 Millionen Franken ausgebaut werden. Der Kantonsrat hat heute Montag in Sursee mit 102 zu 0 Stimmen einen Sonderkredit von 24,07 Millionen Franken genehmigt. Netto beläuft sich der Anteil des Kantons auf rund 17 Millionen Franken. Der Rat setzte sich auch für eine öffentliche WC-Anlage ein.

Der Bahnhof Rothenburg Station soll zu einem Knotenpunkt des öffentlichen Verkehrs werden. (Archivaufnahme) (FOTO: KEYSTONE/URS FLUEELER)
Der Bahnhof Rothenburg Station soll zu einem Knotenpunkt des öffentlichen Verkehrs werden. (Archivaufnahme) (FOTO: KEYSTONE/URS FLUEELER)

Der Bahnhof Rothenburg Station soll zu einem Knotenpunkt des öffentlichen Verkehrs umgebaut werden. Die Bahnhaltestelle erhält ein neues Mittelperron, westlich und östlich des Bahnhofs werden zwei Busstationen mit total sechs Perrons errichtet. Ziel ist es, das Umsteigen vom Bahn auf Bus zu erleichtern.

Am 13. Juni hatte die Gemeinde Rothenburg einem Kredit von 16,4 Millionen Franken zugestimmt. Sie ist für die beiden Teilprojekte Bushub West und Bushub Ost Auftraggeberin und muss deswegen auch die gesamten Kosten vorfinanzieren. Netto wird sie 4,2 Millionen Franken bezahlen müssen.

Neben der Gemeinde und dem Kanton beteiligen sich auch der Bund und die SBB an den Kosten. So sind im Kantonsbeitrag auch Gelder aus den Agglomerationsprogrammen enthalten.

Der Baustart für die Vorarbeiten der SBB ist auf Spätherbst 2021 und die Hauptarbeiten sind auf Anfang 2022 geplant, ab 2023 sollen dann die Bushubs realisiert werden. Ende 2023 soll der Bau fertig sein.

Diskussionen gab es im Kantonsrat um die Toiletten. Im Projekt sind keine öffentliche WC vorgesehen. Das Parlament beauftragte den Regierungsrat deswegen einstimmig, sich bei der Gemeinde Rothenburg als Bauherrin noch einmal für die Erstellung einer öffentliche WC-Anlage einzusetzen.

Andy Schneider (SP), Gemeinderat von Rothenburg, sagte, dass der geplante Bahnhof einer tiefen Kategorie angehöre, in der keine WC vorgesehen seien. Die Toiletten und der Unterhalt würden deswegen zu Lasten der Gemeinde gehen. Er hoffe aber, dass mit dem Kanton eine einvernehmliche Lösung gefunden werden könne.

(sda)


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