Entwarnung nach Eriksens Kollaps


News Redaktion
Sport / 12.06.21 19:08

Das EM-Spiel zwischen Dänemark und Finnland in Kopenhagen wurde von einem medizinischen Notfall überschattet. Christian Eriksen brach auf dem Platz zusammen und blieb regungslos liegen.

Ärzte ringen um das Leben von Christian Eriksen (FOTO: KEYSTONE/EPA/Martin Meissner / POOL)
Ärzte ringen um das Leben von Christian Eriksen (FOTO: KEYSTONE/EPA/Martin Meissner / POOL)

Nach längerer Reanimation und Abklärungen im Spital konnten die Ärzte Entwarnung geben.

Eriksen hatte in der 43. Minute unvermittelt und ohne gegnerische Einwirkung das Bewusstsein verloren. Umgehend waren lebensrettende Sofortmassnahmen eingeleitet worden. Es war zu sehen, wie Sanitäter eine Herzmuskelmassage an ihm durchführten. Später wurde Eriksen - abgeschirmt von seinen Mannschaftskollegen - mit einer Trage vom Platz gebracht und zu weiteren Untersuchungen in ein Spital überführt.

Rund 45 Minuten nach dem Vorfall vermeldeten der dänische Fussballverband und die UEFA, Eriksen befinde sich einem stabilen Zustand. Der 29-jährige Profi von Inter Mailand sei wach und bei Bewusstsein. Die schlimmsten Befürchtungen traten damit nicht ein.

Nachdem die dänischen Spieler in der Kabine über Facetime mit Eriksen kommunizieren konnten und dieser sich für eine Fortsetzung der Partie aussprach, wurde die beim Stand von 0:0 nach 43 Minuten unterbrochene Partie unter Einwilligung der beiden Mannschaften fortgesetzt.

In den bangen Minuten nach dem Zwischenfall waren die dänischen Spieler und die Fans im Stadion, unter denen sich auch Eriksens Ehefrau befand, sichtlich schockiert. Viele Akteure schlugen die Hände vor das Gesicht. Im Stadion wurde es sehr still, nachdem es zuvor beim ersten Auftritt der dänischen Mannschaft in Kopenhagen stimmungsvoll zugegangen war. Nach gut zehn Minuten verliessen die finnischen Spieler den Rasen. Die dänischen Akteure blieben bei ihrem Kollegen.

Der Vorfall in Kopenhagen rief Erinnerungen an den Confederations Cup 2003 hervor. In der Partie zwischen Kamerun und Kolumbien war damals der 28-jährige Kameruner Marc-Vivien Foé auf dem Platz zusammengebrochen und an einem Herzversagen erlegen. Auf Klubebene hatte 2007 Antonio Puerta vom FC Sevilla während eines Ligaspiels einen Herzstillstand erlitten, der drei Tage später zum Tod führte.

(sda)


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