Zwei Rückholflüge aus Costa Rica und Marokko in Zürich gelandet


News Redaktion
Schweiz / 24.03.20 16:56

Zwei Flugzeuge, die im Rahmen der grössten Rückholaktion in der Geschichte der Schweiz Schweizer Touristen nach Hause bringen, sind am Dienstag auf dem Flughafen Zürich gelandet. Die Flüge kamen aus Costa Rica und Marokko.

Die Edelweiss Maschine mit Schweizer Rückkehrern aus San José, Costa Rica, beim Anflug zum Flughafen Zürich. (FOTO: KEYSTONE/ALEXANDRA WEY)
Die Edelweiss Maschine mit Schweizer Rückkehrern aus San José, Costa Rica, beim Anflug zum Flughafen Zürich. (FOTO: KEYSTONE/ALEXANDRA WEY)

Das Flugzeug aus San José in Costa Rica war am Sonntag zur Mission abgeflogen. Die Heimgekehrten müssen nun zehn Tage in Quarantäne. Es handelt sich laut dem Eidg. Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) um 151 Personen.

Am Abend landete dann noch eine zweite Maschine in Zürich, die aus Casablanca in Marokko gekommen war. In der vom EDA gecharterten Maschine sassen rund 130 Schweizerinnen und Schweizer, wie das EDA bekannt gab. Es informiert unter dem Hashtag #flyinghome über die Rückholaktion.

Weitere Landungen von Rückholflügen erwartet das EDA am Mittwoch- und Donnerstagmorgen. Ein Flugzeug aus Bogotà in Kolumbien soll am Mittwoch um 7.45 Uhr in Zürich eintreffen. Rückkehrerinnen und Rückkehrer aus Lima in Peru sollen am Donnerstag um 9.20 Uhr landen.

Bis am Donnerstagmorgen will das Eidgenössische Departement für Auswärtige Angelegenheiten (EDA) in drei Flügen insgesamt rund 750 in der Schweiz wohnhafte Personen nach Hause zurückholen. Sie alle hatten wegen der Corona-Krise in Südamerika festgesessen.

In den kommenden Wochen plant das EDA Dutzende zusätzliche Flüge nach Lateinamerika, Asien und Afrika. Im Vordergrund stehen zunächst Destinationen auf diesen drei Kontinenten. Die entsprechenden Länder wird das EDA bekannt geben, sobald die Abklärungen mit den Airlines getroffen und die diplomatischen Vertretungen vor Ort Bescheid wissen.

Wie viele Heimkehrerinnen und Heimkehrer jeweils an Bord sein werden, ist unterschiedlich. Um die Repatriierung zu koordinieren und Synergien zu nutzen, arbeitet das EDA mit anderen Ländern zusammen. Gewisse Flüge organisiert die Schweiz selbst, andere zusammen mit Partnerstaaten.

Damit sei es zu früh, um die Kosten der Aktion zu beziffern. Die Schweiz gehe sehr kostenbewusst vor, versichert das Departement. Der Bund finanziert die Charterflüge vor. Die heimkehrenden Touristinnen, Touristen und Geschäftsreisenden müssen aber einen Teil der Kosten übernehmen. Dieser Anteil dürfte sich in der Grössenordnung eines normalen Flugtickets bewegen.

Mehrere Tausend Reisende aus der Schweiz sind nach Schätzungen des EDA derzeit im Ausland. Der Bundesrat forderte sie vergangene Woche dazu auf, in die Schweiz zurückzukehren. Rund 17000 registrierten ihre Reise bislang auf der Travel Admin App.

(sda)


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