ESAF in Zug will Tickets, die im Schwarzmarkt gekauft werden, für ungültig erklären!


Roman Spirig
Schwingen / 28.05.19 15:46

Von den raren Tickets für das Schwingfest in Zug haben einige ihren Weg in den Schwarzmarkt gefunden, obwohl ein Weiterverkauf verboten ist. Die Organisatoren sind erbost und wollen die Verkäufer zur Rechenschaft ziehen.

ESAF in Zug will Tickets, die im Schwarzmarkt gekauft werden, für ungültig erklären! (Foto: KEYSTONE / URS FLUEELER)
ESAF in Zug will Tickets, die im Schwarzmarkt gekauft werden, für ungültig erklären! (Foto: KEYSTONE / URS FLUEELER)

  • OK-Präsident Heinz Tännler erklärt, warum und wie man gegen Schwarzmarkt-Ticket-Dealer vorgehen will.

    Heinz Taennler

Von den 56'500 Plätzen am Eidgenössische Schwing- und Älplerfest (Esaf) vom 23. bis 25. August in Zug sind 4000 Tickets in den freien Handel gelangt. 180'000 Personen wollten eines haben, die Käufer wurden ausgelost. Von einem weiteren Kontingent konnten Zugerinnen und Zuger Eintritte erwerben.

Ein regulärer Sitzplatz ist zum Preis von 245 Franken zu haben, auf Online-Handelsplattformen sind die Tickets für 800 Franken zu finden. Die Organisatoren gehen gegen die Schwarzmarkthändler vor, wie sie mitteilten.

Der Weiterverkauf von oder der Handel mit Tickets zum nicht-offiziellen Preis sei nämlich untersagt. Derartig erworbene Tickets verlieren ihre Gültigkeit. Auf die Frage, ob das auch für jene Tickets gelte, die Sponsoren erhalten, sagte OK-Präsident Heinz Tännler gegenüber der Nachrichtenagentur Keystone-SDA, ein Verkauf zu solchen Preisen sei missbräuchlich.

"Wir behalten uns vor, solche Tickets ungültig zu machen, Käufer müssen damit rechnen, dass ihr Platz in der Arena besetzt ist." Das Problem seien die Online-Plattformen, so Tännler. Daher trete man mit diesen nun in Kontakt mit der Absicht, dass sie die Angebote selber entfernen würden.

Die Ticketing-Abteilung habe sich der Sache angenommen, sagte Sprecher Freddy Trütsch. Es sei nicht einfach, nachzuverfolgen, doch behalte man sich vor, identifizierte Verkäufer zu belangen.

Ganz ausschliessen lasse sich der Weiterverkauf nur mit personalisierten Eintrittskarten. Doch wäre der Aufwand dafür zu gross.

(sda)


Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren

Erdogan stellt Türkei-Beziehungen auf Probe
International

Erdogan stellt Türkei-Beziehungen auf Probe

Die Beziehungen zwischen Deutschland und der Türkei stehen vor einer erneuten Belastungsprobe. Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan verkündete am Samstag, die Botschafter Deutschlands, der USA und acht anderer Staaten zu unerwünschten Personen zu erklären. Er habe das Aussenministerium dazu angewiesen, sagte der türkische Präsident bei einem Besuch in Eskisehir. "Ich sagte, kümmern Sie sich darum, diese zehn Botschafter so schnell wie möglich zur "Persona non grata" zu erklären". Ein solcher Schritt führt in der Regel zur Ausweisung der Diplomaten. Eine Frist nannte Erdogan nicht.

Seoane muss mehrere Wochen auf Topskorer Schick verzichten
Sport

Seoane muss mehrere Wochen auf Topskorer Schick verzichten

Bayer Leverkusens Schweizer Trainer Gerardo Seoane muss mehrere Wochen auf seine beiden Offensivspieler Patrik Schick und Karim Bellarabi verzichten.

Young Boys dank zwei Toren in der YB-Viertelstunde auf Rang 2
Sport

Young Boys dank zwei Toren in der YB-Viertelstunde auf Rang 2

Nach dem 1:4 am Mittwoch in der Champions League gegen Villareal gelingt den Young Boys die Rückkehr in die Super League. Der Meister schlägt Lausanne nach einer turbulenten Schlussphase 3:2.

Parmelin ist wegen der unterbrochenen Lieferketten besorgt
International

Parmelin ist wegen der unterbrochenen Lieferketten besorgt

Der Unterbruch zahlreicher Lieferketten zur Versorgung der Unternehmen mit Einzelteilen beunruhigt Wirtschaftsminister Guy Parmelin. Es könnte sein, dass die Firmen im nächsten Jahr wieder vermehrt auf Kurzarbeit zurückgreifen müssten.