EU-Diplomaten schwer enttäuscht nach Atomgesprächen mit Iran


News Redaktion
International / 03.12.21 17:19

Der Iran hat in den neu begonnenen Atomverhandlungen aus Sicht von hochrangigen europäische Diplomaten eine destruktive Haltung eingenommen.

HANDOUT - Michael Linhart (r, ÖVP), Außenminister von Österreich, empfängt Ali Bagheri Kani, Chefverhandler des Iran, zu den Atomgespräche in Wien. Foto: Michael Gruber/BMEIA/APA/dpa - ACHTUNG: Nur zur redaktionellen Verwendung im Zusammenhang mit der aktuellen Berichterstattung und nur mit vollständiger Nennung des vorstehenden Credits (FOTO: Keystone/BMEIA/APA/Michael Gruber)
HANDOUT - Michael Linhart (r, ÖVP), Außenminister von Österreich, empfängt Ali Bagheri Kani, Chefverhandler des Iran, zu den Atomgespräche in Wien. Foto: Michael Gruber/BMEIA/APA/dpa - ACHTUNG: Nur zur redaktionellen Verwendung im Zusammenhang mit der aktuellen Berichterstattung und nur mit vollständiger Nennung des vorstehenden Credits (FOTO: Keystone/BMEIA/APA/Michael Gruber)

Iran bricht mit fast allen schwierigen Kompromissen, die in mehreren Monaten harter Verhandlungen vereinbart worden waren, hiess es am Freitag aus Kreisen der deutschen, französischen und britischen Verhandler. Das Zeitfenster für eine diplomatische Lösung im Atomstreit werde deshalb immer kleiner, warnten sie.

Nach fünftägigen Gesprächen in Wien kehrten die Delegationen in ihre Hauptstädte zurück, um nächste Woche wieder in der österreichischen Hauptstadt zusammenzukommen.

Bei den Verhandlungen geht es darum, das iranische Atomprogramm wieder einzuschränken und US-Sanktionen gegen die Islamische Republik aufzuheben. Damit soll das Atomabkommen von 2015 gerettet werden, das die Entwicklung von Nuklearwaffen im Iran verhindern soll.

Als die Gespräche im Juni für fünf Monate auf Eis gelegt wurden, waren schon einige Elemente einer möglichen Einigung ausgearbeitet worden. Nach gründlicher und sorgfältiger Prüfung sind wir enttäuscht und besorgt über die von Iran vorgeschlagenen Änderungen am Text, der über die letzten sechs Runden der Wiener Gespräche ausgehandelt wurde, sagten die europäischen Diplomaten.

Washington stieg 2018 unter Präsident Donald Trump aus dem Atomabkommen aus und verhängte scharfe Wirtschaftssanktionen. Teheran überschritt daraufhin die vereinbarten Beschränkungen seines Atomprogramms und begann mit der Produktion von fast waffenfähigem Uran. Bei den Wiener Gesprächen vermitteln die drei EU-Staaten gemeinsam mit Russland und China zwischen dem Iran und den USA.

(sda)


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