Europäisches Land will Ukraine offenbar Streumunition liefern


News Redaktion
International / 26.01.23 03:19

Ein europäisches Land will der Ukraine offenbar Streumunition zur Verfügung stellen - und Deutschland dafür um eine Liefergenehmigung bitten. Sein Land wolle die umstrittene Munition an Kiew liefern.

Ein europäisches Land, das vorerst anonym bleiben will, will der Ukraine offenbar Streumunition zur Verfügung stellen - und Deutschland dafür um eine Liefergenehmigung bitten. (Symbolbild) (FOTO: KEYSTONE/AP/SVEN KAESTNER)
Ein europäisches Land, das vorerst anonym bleiben will, will der Ukraine offenbar Streumunition zur Verfügung stellen - und Deutschland dafür um eine Liefergenehmigung bitten. (Symbolbild) (FOTO: KEYSTONE/AP/SVEN KAESTNER)

Das sagte ein offizieller Vertreter eines europäischen Landes am Mittwoch in Washington. Seine Regierung habe die Lieferung bereits beschlossen und wolle nun nach der Zustimmung Deutschlands wegen dessen Produktionsbeteiligung suchen. Der Vertreter wollte anonym bleiben und auch den Namen seines Landes nicht nennen lassen.

Streumunition ist international geächtet. Sie setzt in der Luft dutzende kleinere Sprengsätze frei, die sich über ein Gebiet von hunderten Quadratmetern verteilen und wahllos Menschen töten oder verletzen. Russland wird vorgeworfen, in seinem Angriffskrieg in der Ukraine auch Streumunition einzusetzen.

Der Vertreter des europäischen Landes sagte zu dem Liefervorhaben seiner Regierung, dass das Erlangen einer Genehmigung Deutschlands vermutlich einige Zeit brauchen werde. Er argumentierte damit, dass Streumunition inzwischen technisch weiterentwickelt worden sei "und der Kollateralschaden nicht mehr so gross" sei wie beispielsweise in den 1940er und 1950er Jahren.

Weder Russland noch die Ukraine gehören zu den rund 110 Unterzeichnerstaaten einer internationalen Konvention, mit welcher der Einsatz und der Transport, die Produktion und Lagerung von Streubomben verboten werden.

(sda)


Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren

Chelsea holt Weltmeister Fernandez für 121 Millionen Euro
Sport

Chelsea holt Weltmeister Fernandez für 121 Millionen Euro

Chelsea investiert nochmals viel Geld investiert. Die Londoner verpflichten von Benfica Lissabon für eine Ablösesumme von 121 Millionen Euro den argentinischen Weltmeister Enzo Fernandez.

Die einzige Natureis-Bahn fasziniert seit 125 Jahren
Sport

Die einzige Natureis-Bahn fasziniert seit 125 Jahren

Der Olympia Bobrun in St. Moritz ist die Wiege des rasanten Sports - und die einzige übrig gebliebene Natureis-Bahn der Welt. Die Schweizer Piloten erlebten hier viele Triumphe und ein paar Tragödien.

SVP pocht mit Positionspapier auf neu ausgerichtete Asylpolitik
Schweiz

SVP pocht mit Positionspapier auf neu ausgerichtete Asylpolitik

Die SVP fordert eine Neuausrichtung der Asylpolitik mit einer Durchführung der Verfahren im Ausland. Rund neun Monate vor den eidgenössischen Wahlen und angesichts der gestiegenen Zahl von Asylgesuchen untermauert sie ihre Forderungen nun in einem Positionspapier.

Luzern auf den Spuren von 2021
Sport

Luzern auf den Spuren von 2021

Nach dem überraschenden Sieg in Basel steigt Luzern mit viel Selbstvertrauen in eine englische Woche, in der am Dienstag in Thun der Cup-Achtelfinal ansteht.