EWN kann sich zum umfassenden Energieanbieter entwickeln


News Redaktion
Regional / 21.10.20 09:58

Das Elektrizitätswerk Nidwalden (EWN) darf künftig auch mit anderen Energieformen als dem Strom geschäften. Der Landrat hat das EWN am Mittwoch oppositionslos ermächtigt, neu auch Anlagen zur Produktion, Verteilung und Verwendung von Wärme und Kälte, Gas oder Wasserstoff zu errichten und zu betreiben.

Das EWN soll ins Business mit Wasserstoff (H2) einsteigen können. (Symbolbild) (FOTO: KEYSTONE/CHRISTIAN BEUTLER)
Das EWN soll ins Business mit Wasserstoff (H2) einsteigen können. (Symbolbild) (FOTO: KEYSTONE/CHRISTIAN BEUTLER)

Das EWN selbst hatte beim Regierungsrat den Wunsch geäussert, seine Geschäftstätigkeit ausweiten zu dürfen. Es begründete dies mit dem schnellen technischen und politischen Wandel in diesem Bereich. Es führte zur Begründung Stichworte wie Verzicht auf fossile Brennstoffe, Dezentralisierung und Digitalisierung an.

Mit der Ausdehnung seiner Geschäftstätigkeit will das EWN vor allem von der zu erwartenden Verknüpfung verschiedener Energiesysteme profitieren können, dies etwa um überschüssigen Solarstrom im Sommer für die Produktion von Wasserstoff zu nutzen. Aus dieser Energie könnte dann wieder bei Bedarf Strom erzeugt und auch die anfallende Abwärme genutzt werden.

Der Umbau des Energiesystems nehme Form an, schrieb das EWN in seinem Bericht an den Regierungsrat und das Parlament. Es nannte etwa die Seewassernutzung zur Produktion von Wärme oder die Nutzung von Flusskraft für die Produktion von Wasserstoff. Wenn es sich nicht ernsthaft mit solchen Projekten befassen könne und auf Strom und Kommunikation beschränkt bleibe, werde es Marktanteile verlieren, warnte das EWN.

(sda)


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