Ex-Schiri Meier kritisiert Videobeweis und fordert alte Hands-Regel zurück


Roman Spirig
Sport / 10.01.20 09:19

Der frühere Spitzenschiedsrichter Urs Meier hat die Umsetzung des Videobeweises kritisiert und fordert eine Rückkehr zur alten Handspiel-Regel. "Die Weichen wurden in die falsche Richtung gestellt. Es wurde verkompliziert. Das ist Quatsch, nicht Fussball", sagte der 60-jährige Aargauer der deutschen Nachrichtenagentur dpa. 

Ex-Schiri Meier kritisiert Videobeweis und fordert alte Hands-Regel zurück (Foto: facebook urs meier)
Ex-Schiri Meier kritisiert Videobeweis und fordert alte Hands-Regel zurück (Foto: facebook urs meier)

Meier sieht das International Football Association Board (IFAB) als Regelhüter nun in der Pflicht, bei seiner nächsten Sitzung am 29. Februar in Belfast für Klarheit zu sorgen.

Geht es nach Meier, der in der Schweiz sieben Mal als Schiedsrichter des Jahres ausgezeichnet wurde, sollte Hands nur geahndet werden, wenn die Hand zum Ball geht und eine Absicht erkennbar sei. Durch die Ansicht der Zeitlupen würde durch den Video-Assistenten viel zu oft auf Handspiel entschieden, dabei müsse der Schiedsrichter "wieder im Mittelpunkt" des Entscheides stehen.

Auch die derzeitigen Abläufe bei Abseitsentscheidungen bewertet der ehemalige FIFA-Schiedsrichter kritisch. Trotz klarer Abseitspositionen würden die Linienrichter ihre Fahne nicht heben, weil man erst schaue, ob es ein Tor gebe. Anschliessend dauere es viel zu lange, bis ein Entscheid gefällt werde. "Der Video-Assistent sorgt für viel zu viele Diskussionen", meint Meier.

(sda)


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