Fabio Quartararo vorzeitig MotoGP-Weltmeister


News Redaktion
Sport / 24.10.21 14:51

Der Franzose Fabio Quartararo steht bereits zwei Rennen vor Schluss als neuer Weltmeister der MotoGP fest. Der Yamaha-Pilot ist der erste Nicht-Spanier seit 2011 als Titelträger in der Königsklasse.

Verdienter Gold-Helm: Yamaha-Pilot Fabio Quartararo feiert in Misano seinen ersten WM-Titel in der MotoGP (FOTO: KEYSTONE/AP/Antonio Calanni)
Verdienter Gold-Helm: Yamaha-Pilot Fabio Quartararo feiert in Misano seinen ersten WM-Titel in der MotoGP (FOTO: KEYSTONE/AP/Antonio Calanni)

Francesco Bagnaia versuchte beim Grand Prix der Emilia-Romagna in Misano noch einmal alles, um zumindest ein wenig Spannung in die letzten beiden WM-Rennen zu retten. Der italienische Ducati-Fahrer stürzte aber vier Runden vor Schluss in Führung liegend heftig. Heute gab es nur Sieg oder Kiesbett, erklärte er danach. Er blieb unverletzt, doch damit stand Quartararo als Weltmeister fest.

Der 22-jährige Franzose verbesserte sich von Startplatz 15 bis in den 4. Rang und weist nun vor den letzten beiden Rennen in Portugal und Valencia 65 Punkte Vorsprung auf Bagnaia. Seine Ausgangslage wäre also auch bei einem Sieg des zwei Jahre älteren Italieners exzellent geblieben.

Es ist unglaublich! Das ist einfach ein Traum, rang der neue Weltmeister nach Worten. Bereits im letzten Jahr war der Mann aus Nizza mit zwei Siegen optimal in die Saison gestartet, liess dann aber stark nach. Nun war er mit fünf Siegen, fünf weiteren Podestplätzen und vor allem keinem einzigen Nuller klar der konstanteste Fahrer. Es fühlt sich so gut an, vor allem, weil auch meine Familie hier ist, meinte der erste Yamaha-Weltmeister seit 2015 (Jorge Lorenzo). Heute Abend werden wir feiern und den Rest der Saison einfach geniessen.

Geradezu historisch ist der Titel für Quartararo, weil seit dem Australier Casey Stoner 2011 nur noch Spanier die Krone in der Königsklasse holten. Sechsmal triumphierte seither Marc Marquez, zweimal Lorenzo und im letzten Joan Mir. Einen französischen Champion hatte es in der MotoGP- oder früher 500-ccm-Klasse noch gar nie gegeben.

Der sechsfache Weltmeister Marquez war an der Adriaküste die zweite grosse Figur. Nach dem Ausfall von Bagnaia - er war klar der schnellste Fahrer, gab der Spanier ehrlich zu - kam er ungefährdet zu seinem dritten Saisonsieg. Wichtiger aber: Es ist sein erster Erfolg auf einem Rundkurs im Uhrzeigersinn seit ihn mehrere Operationen an der rechten Schulter mehr als acht Monate ausser Gefecht gesetzt hatten.

Letztmals hatte der Katalane vor 735 Tagen - 2019 im japanischen Motegi - auf einem rechtsdrehenden Kurs, wo die lädierte rechte Schulter deutlich stärker belastet wird, triumphiert. Deshalb stellte Marquez strahlend fest: Das war mein wichtigster Sieg in diesem Jahr. Ich habe noch ein bisschen Schmerzen, aber es geht immer besser.

Ein ähnlich emotionales Rennen erlebte Valentino Rossi. Der siebenfache Champion nahm im drittletzten Rennen seiner grandiosen Karriere unweit seiner Heimat Tavullia Abschied von den italienischen Fans. Mit dem 10. Rang gelang dem 42-jährigen Dottore das zweitbeste Saisonresultat.

(sda)


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