Fallzahlen leicht rückläufig - Sorge bereitet mutiertes Virus


News Redaktion
Schweiz / 13.01.21 10:35

Die Corona-Fallzahlen sind im Thurgau zuletzt leicht zurückgegangen. Der R-Wert, der das Tempo der Ausbreitung des Virus zeigt, liegt laut Gesundheitsdirektor Urs Martin aber wieder fast bei 1. Sorgen bereite das hoch ansteckende mutierte Virus.

Der Thurgauer Gesundheitsdirektor Urs Martin informierte im Grossen Rat über die Corona-Lage (Archivbild). (FOTO: KEYSTONE/GIAN EHRENZELLER)
Der Thurgauer Gesundheitsdirektor Urs Martin informierte im Grossen Rat über die Corona-Lage (Archivbild). (FOTO: KEYSTONE/GIAN EHRENZELLER)

Der Siebentage-Durchschnitt der Fallzahlen ging im Kanton Thurgau von 195 am 21. Dezember schrittweise auf 118 Anfang dieser Woche zurück, wie Martin am Mittwoch im Grossen Rat informierte. Leider seien aber im gleichen Zeitraum 83 Todesfälle zu verzeichnen gewesen. Der R-Wert sei von etwa 0,7 wieder auf fast 1 gestiegen.

Die Positivitätsrate bei den Tests sank von über 20 Prozent auf 15,7 Prozent. Leicht rückläufig ist auch die Bettenbelegung in den Spitälern: Anfang Woche wurden 71 Corona-Patienten stationär betreut, davon 16 auf den Intensivstationen. Die Solidarität unter den Spitälern funktioniert sehr gut, sagte Martin.

Das erste Impfzentrum in Frauenfeld soll ab nächster Woche in voller Kadenz funktionieren, wie der Gesundheitsdirektor weiter ausführte. Ein zweites Zentrum sei auf einem Bodenseeschiff geplant, das ab dem 2. Februar wechselnd in Kreuzlingen, Romanshorn und Arbon anlegen wird. Wenn nötig will die Regierung ein drittes Impfzentrum in Weinfelden einrichten.

(sda)


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