FBI beschlagnahmt Basquiat-Gemälde wegen Fälschungsverdachts


News Redaktion
International / 26.06.22 01:13

Wegen Fälschungsverdachts hat die US-Bundespolizei FBI 25 angebliche Gemälde des Künstlers Jean-Michel Basquiat beschlagnahmt. Sämtliche in einer Ausstellung im Orlando Museum of Art im Bundesstaat Florida gezeigten Werke befänden sich in den Händen der Ermittler.

25 angebliche Werke des Künstler Jean-Michel Basquiat, die in einer Ausstellung in den USA gezeigt wurden, stehen unter dem Verdacht gefälscht zu sein. Im Bild ein Basquiat an einer Kunstshow in Basel im Jahr 2019. (Archivbild) (FOTO: KEYSTONE/GEORGIOS KEFALAS)
25 angebliche Werke des Künstler Jean-Michel Basquiat, die in einer Ausstellung in den USA gezeigt wurden, stehen unter dem Verdacht gefälscht zu sein. Im Bild ein Basquiat an einer Kunstshow in Basel im Jahr 2019. (Archivbild) (FOTO: KEYSTONE/GEORGIOS KEFALAS)

Das sagte eine Museumssprecherin am Samstag. In der seit Februar laufenden Ausstellung "Heroes and Monsters: Jean-Michel Basquiat" waren laut einem Bericht der "New York Times" bislang unbekannte angebliche Basquiat-Werke gezeigt worden.

Der Zeitung zufolge trug eines der auf Pappe gemalten Bilder auf der Rückseite einen Paket-Aufdruck, der erst ab 1994 gebräuchlich war - sechs Jahre nach dem Tod des Künstlers. Laut "Times" stiessen die FBI-Ermittler zudem auf Unstimmigkeiten in den Angaben zum angeblichen Vorbesitzer der Gemälde.

Dem Bericht zufolge gaben die heutigen Besitzer der Werke an, Basquiat habe die Bilder 1982 gemalt und für 5000 Dollar an einen inzwischen verstorbenen Drehbuchautoren verkauft. Dieser habe die Werke eingelagert und später offenbar vergessen. Laut "Times" sagte der Drehbuchautor jedoch 2014 einer FBI-Beamtin in einer Vernehmung, er habe in seinem ganzen Leben keine Basquiat-Bilder gekauft und wisse auch nichts von irgendwelchen Basquiat-Gemälden in seinem Lager-Container.

(sda)


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