Felssturz verschüttet Lukmanier-Passstrasse im Bündner Oberland


News Redaktion
Schweiz / 14.06.21 15:48

Ein kleinerer Felssturz hat am Sonntagnachmittag die Lukmanier-Passstrasse im Bündner Oberland verschüttet. Weil weitere Felsabbrüche drohen, bleibt die Strasse für unbestimmte Zeit gesperrt.

Eine Felsmasse von rund 150 Kubikmetern stürzte auf die Lukmanier-Passstrasse. (FOTO: Tiefbauamt GR)
Eine Felsmasse von rund 150 Kubikmetern stürzte auf die Lukmanier-Passstrasse. (FOTO: Tiefbauamt GR)

Der Felssturz ereignete sich kurz vor der Passhöhe, wie die Standeskanzlei Graubünden am Montag mitteilte. Ein Felspaket von 150 Kubikmetern glitt auf einer steilen Schieferunterlage ab und verschüttete die Strassenverbindung ins Tessin auf der gesamten Breite und einer Länge von zehn Metern. Die Abbruchstelle befindet sich etwa zehn Meter über der Strasse.

Fahrzeuge oder Personen wurden von den Felsen nicht getroffen, erklärte Tiefbauamt-Geologe Dumeng Schreich auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA. Die Räumung werde mehrere Tage dauern. Wann die Passstrasse wieder geöffnet werden könne, stehe noch nicht fest.

Im Anrissbereich ist noch eine Felsmasse von mehr als 1000 Kubikmetern - dem Volumen von zehn Einfamilienhäusern - in Bewegung, wie es in der Mitteilung weiter heisst. Diese Felsen sind absturzgefährdet und müssen vor einer Öffnung der Strasse abgetragen werden.

Die Lukmanierstrasse ist aus Sicherheitsgründen für jeglichen Verkehr gesperrt – auch für Fussgänger und Velofahrer. Für Wanderer und Mountainbiker besteht die Möglichkeit über Wanderwege oder über die alte Strasse auszuweichen.

(sda)


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