FIFA weist Vorwürfe gegen Infantino zurück: Privatflug rechtens


News Redaktion
Schweiz / 23.05.20 04:48

Der Fussball-Weltverband FIFA hat seinen Präsidenten Gianni Infantino gegen den Vorwurf der Falschaussage über einen transkontinentalen Flug in einem Privatjet verteidigt. Der Weltfussballverband reagierte damit in der Nacht auf Samstag auf einen Medienbericht.

Der Weltfussballverband Fifa hat erklärt, dass ein umstrittener transkontinentaler Flug von Gianni Infantino mit einem Privatjet den Regeln entsprochen habe. (Archivbild) (FOTO: KEYSTONE/EPA/OLIVIER HOSLET)
Der Weltfussballverband Fifa hat erklärt, dass ein umstrittener transkontinentaler Flug von Gianni Infantino mit einem Privatjet den Regeln entsprochen habe. (Archivbild) (FOTO: KEYSTONE/EPA/OLIVIER HOSLET)

Der FIFA-Präsident besuchte Surinam im April 2017 im Rahmen einer Reise in die CONCACAF-Region, hiess es von der Organisation. Der Rückflug habe den Regeln und Vorschriften der FIFA entsprochen, hiess es weiter.

Zuvor hatte die Süddeutsche Zeitung berichtet, Infantino habe kurzfristig einen Privatflieger gechartert, um aus Südamerika in die Schweiz zurückzureisen. Gegenüber dem Compliance-Chef des Weltverbandes habe er die dadurch anfallenden höheren Kosten mit dringenden Terminen am Folgetag gerechtfertigt. Unter anderem sei er mit UEFA-Präsident Aleksander Ceferin verabredet gewesen. Diesen Termin hat es laut Zeitungsbericht aber nie gegeben.

Infantino war schon zu Beginn seiner Amtszeit 2016 wegen seiner Fluggewohnheiten in die Kritik geraten. So hatte er die Reise zu einem Besuch beim Papst im Privatflieger vorgenommen und auch den Flieger eines russischen Oligarchen genutzt. Konsequenzen gab es für Infantino bisher keine.

Seinen ersten Flug als FIFA-Chef zu einem Treffen des International Football Association Board in Wales hatte er einst mit einem Billig-Linien-Flieger absolviert und damit Hoffnungen auf einen Sinneswandel bei der damals von Korruptionsskandalen erschütterten FIFA geschürt. Die Gesamtkosten für solche Privatflüge sind mit der neuen FIFA-Führung im Jahr 2016 erheblich gesunken, hiess es nun vom Weltverband.

(sda)


Anzeige
Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren

Lufthansa fällt aus dem deutschen Aktienindex
Wirtschaft

Lufthansa fällt aus dem deutschen Aktienindex

Die grösste deutsche Fluggesellschaft Lufthansa, Muttergesellschaft der Swiss, fällt aus dem Deutschen Aktienindex (Dax). Das teilte die Deutsche Börse am Donnerstagabend mitteilte.

Teilverbot für Therapien gegen Homosexualität in Deutschland
International

Teilverbot für Therapien gegen Homosexualität in Deutschland

Therapieangebote zur vermeintlichen Heilung von Homosexualität sind in Deutschland bei Minderjährigen künftig komplett untersagt, bei Volljährigen unter bestimmten Umständen.

Dwayne Johnson sendet emotionale Botschaft an Trump
International

Dwayne Johnson sendet emotionale Botschaft an Trump

Schauspieler Dwayne "The Rock" Johnson hat seine Solidarität mit der "Black Lives Matter"-Bewegung zum Ausdruck gebracht und sich an US-Präsident Donald Trump gewandt. "Wo bist du", sagt der 48-Jährige mehrmals in einem knapp achtminütigen Video, das er in der Nacht auf heute auf Twitter postete.

Fall Maddie: Ex-Nachbarin beschreibt Verdächtigen als aggressiv
International

Fall Maddie: Ex-Nachbarin beschreibt Verdächtigen als aggressiv

Im Fall des vor gut 13 Jahren verschwundenen britischen Mädchens "Maddie" hat eine frühere Nachbarin aus Portugal den Verdächtigen als aggressiv beschrieben.