Flughafen muss 93'000 Franken für archäologische Grabung zahlen


News Redaktion
Schweiz / 05.06.20 12:00

Der Zürcher Flughafen muss die Kosten für eine archäologische Ausgrabung übernehmen, die der Kanton durchgeführt hatte. Dies hat das Bundesgericht entschieden. Bei der Grabung, die 93'000 Franken kostete, wurden Objekte aus der Römerzeit gefunden.

Branchenführer, die besten Programmierer sowie bekannte Experten und Wissenschaftler aus der ganzen Welt haben an dem 2-tägigen Festival mit dem Thema "Ein Code für die Gesellschaft" teilgenommen. Gleichzeitig wurden Sitzungen in Silicon Valley, Bangalore, Peking und Nanjing durchgeführt, in denen Programmierer über die Perspektiven eines "digitalen Xi'an" diskutierten und überlegten, wie die Zukunft mithilfe von Software gestaltet werden kann.

Shangguan Jiqing, stellvertretender Parteisekretär und Bürgermeister von Xi'an, stellt fest, dass die digitale Wirtschaft die Zukunft der weltweiten Wirtschaft sein wird. Deshalb ergreife die Stadt die historische Gelegenheit, sich selbst im Zentrum der technologischen Entwicklungen zu positionieren, die dieses neue Zeitalter einläuten. "Heute schreibt Xi'an die Zukunft unserer digitalen Wirtschaft mit einem völlig neuen Algorithmus. Wir laden alle Spitzenprogrammierer und Branchenführer herzlich nach Xi'an ein. Hier können sie unser "System aktualisieren" und für eine bessere und stärkere Zukunft sorgen", erklärt Shangguan.

Am Rand des Festivals wurde ein "Walk of Fame" für Programmierer eröffnet, auf dem die Handabdrücke der Menschen verewigt werden, die einen großen Beitrag zur chinesischen Softwarebranche geleistet haben, wie z. B Wang Yongmin, Yan Yuanchao, Gong Min, Qiu Bojun, Lei Jun und andere.

Darüber hinaus wurden bei der Eröffnungsfeier des Festivals in Xi'an zwei Berichte veröffentlicht: "Die Entwicklung der Softwarebranche in China" und "Entwicklungsindex der industriellen Informatisierung in den Belt and Road-Ländern".

Xi'an hat sich zum Ziel gesetzt, Informationstechnologie und Stadtentwicklung zu kombinieren, und wird dazu so schnell wie möglich ein umfassendes Ökosystem für die digitale Wirtschaft einrichten. Die Stadt sorgt für schnelles Wachstum in der Software- und IT-Branche. So soll eine neue und große digitale "Seidenstraße" entstehen, die für viele Programmierer ein interessanter Arbeitsplatz ist und Xi'an zu einer der wichtigsten "Softwarestädte" in China macht.

Weitere Informationen finden Sie unter: http://www.codingthefuture.com/

Informationen zum globalen Programmierer-Festival

Auf dem globalen Programmierer-Festival mit dem Dauerthema "Ein Code für die Zukunft" treffen sich Branchenführer und führende Technologieexperten aus dem In- und Ausland in Xi'an. Im Rahmen des Festivals werden in zahlreichen Foren und Wettbewerben Talente entwickelt, Investitionen generiert und Innovation gefördert. Als eine der wichtigsten Veranstaltungen im Kalender der Technologiebranche bietet das Festival eine nationale Plattform, auf der Programmierer aus der ganzen Welt kommunizieren, Ideen austauschen, Innovationen entwickeln und gemeinsam wachsen können.

Foto - https://mma.prnewswire.com/media/781665/Global_Programers_F estival.jpg

Originaltext: Global Programmer's Festival Digitale Medienmappe: http://www.presseportal.ch/de/nr/100065760 Medienmappe via RSS : http://www.presseportal.ch/de/rss/pm_100065760.rss2

Pressekontakt: Yuehong Zhou +86-10-8286-1666-6576 zhouyuehong@chinasofti.com

(SDA-ATS-OTS Ada100821977)

(sda)


Die Ausgrabung, über deren Kosten seit 2017 gestritten wird, fand im Gebiet der Gemeinde Rümlang statt, konkret in Loo/Glattwinkel. Der Flughafen wollte dort grössere Vorfeldflächen bauen, weil die zunehmend grösseren Maschinen mehr Standplatz benötigen.

Weil bekannt war, dass das Areal in einer archäologischen Zone liegt, führte die Baudirektion vor Baubeginn eine Notgrabung durch. Dabei kamen Objekte aus der Römerzeit ans Tageslicht, darunter die Überreste einer Mühle.

Nachdem die Grabung im Dezember 2016 beendet war, schickte die Baudirektion dem Flughafen die Rechnung dafür: rund 93000 Franken. Der Flughafen wollte für die Ausgrabung jedoch nicht aufkommen und gelangte ans Baurekursgericht. Dieses hiess die Beschwerde des Flughafens gut. Der Kanton wäre so auf den Kosten sitzengeblieben.

Die Baudirektion zog jedoch ans Verwaltungsgericht, welches den Entscheid kippte. Es kam zum Schluss, dass der Flughafen für die Kosten aufkommen müsse. Schliesslich gelangte der Flughafen auch noch ans Bundesgericht, das aber gleicher Meinung ist wie das Verwaltungsgericht: Der Flughafen muss die Ausgrabung zahlen.

Der Flughafen erfülle eine öffentliche Aufgabe, schreibt das Bundesgericht in seinem am Freitag publizierten Urteil. Er habe somit auch die Pflicht, Schutzobjekte zu erhalten und dafür die Kosten zu tragen. Zu den Ausgrabungskosten von 93000 Franken kommen für den Flughafen nun noch 5000 Franken Gerichtskosten dazu, weil er den Rechtsstreit verloren hat.

Urteil 1C_386/2019

(sda)


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