Forderung nach mehr politischer Unterstützung der Polizei


News Redaktion
Schweiz / 22.01.23 06:30

Der oberste Polizeikommandant der Schweiz Mark Burkhard hat insbesondere in städtischen Gebieten mehr politische Unterstützung verlangt. Die Polizei muss sich laut ihm vermehrt darauf fokussieren können, Fälle zu lösen, statt Büroarbeit zu erledigen.

Mark Burkhard, Chef der Schweizer Polizeikommandantinnen und -kommandanten, wünscht sich mehr politische Unterstützung. (Archivbild) (FOTO: Keystone/GEORGIOS KEFALAS)
Mark Burkhard, Chef der Schweizer Polizeikommandantinnen und -kommandanten, wünscht sich mehr politische Unterstützung. (Archivbild) (FOTO: Keystone/GEORGIOS KEFALAS)

"Wenn man ständig angegriffen wird, aus welchem politischen Lager auch immer, ist das bedenklich", sagte Burkhard, Präsident der kantonalen Polizeikommandantinnen und -kommandanten der Schweiz in der "SonntagsZeitung". Die Polizei sei schliesslich die Vertretung der politisch gewollten Rechtsordnung.

Für ihn ist es daher kein Zufall, dass die meisten Abgänge aus den Polizeikorps in den Städten geschehen. Jährlich gebe es in städtischen Gebieten rund 300 Demonstrationen. Auch mehr Partys würden dort stattfinden. "Das heisst, es gibt mehr Polizeieinsätze, mehr Konflikte, und die politischen Behörden sind auch stärker gefordert", schlussfolgerte Burkhard.

"Wir als Polizei können unsere Anliegen kommunizieren, aber wir betreiben kein eigenes Lobbying", sagte er weiter. Ein Anliegen sind weniger administrative Aufgaben.

(sda)


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