Forensikstation in Wil wird teurer als geplant


Roman Spirig
Schweiz / 05.05.21 10:33

Der Bau der geplanten Forensikstation auf dem Areal der Psychiatrischen Klinik in Wil wird für den Kanton um mehr als die Hälfte teurer als geplant: Statt mit 9,1 Millionen Franken rechnet die Regierung nun mit Ausgaben von 14,2 Millionen. Es braucht einen Nachtragskredit.

Forensikstation in Wil wird teurer als geplant (Foto: KEYSTONE / GIAN EHRENZELLER)
Forensikstation in Wil wird teurer als geplant (Foto: KEYSTONE / GIAN EHRENZELLER)

Insgesamt belaufen sich die Kosten für die geplante Forensikstation neu auf 20,4 Millionen Franken. Es handelt sich um ein zweistöckiges Gebäude mit Platz für 16 Patienten und drei Intensivbetten sowie weiteren Räumlichkeiten. Der Baubeginn ist für 2022, der Bezug für 2024 geplant.

Weil der Bund 6,2 Millionen Franken beisteuern wird, bleiben für den Kanton St. Gallen 14,2 Millionen übrig. Da sind allerdings 5,1 Millionen Franken mehr, als in der Vorlage stand, die vom Kantonsrat 2018 bewilligt wurde.

Es braucht deshalb einen Nachtragskredit. Die Regierung begründet die Überschreitung des Kredits mit den fehlenden Erfahrungen und der anspruchsvollen Kostenberechnung. Dies sei das erste Vorhaben, das mit dem neuen Immobilienmanagement geplant worden sei. Das bedeute, dass die Kalkulation des benötigten Kredits ohne konkretes Bauprojekt erfolgt sei.

Während des Architekturwettbewerbs habe sich dann gezeigt, dass sich die Anforderungen an die Sicherheit verändert hätten, heisst es in der Mitteilung der Staatskanzlei vom Mittwoch. Es brauche dafür viel mehr Raum, was wiederum zu höheren Kosten führe. Dafür könne das Gebäude neu 55 statt 20 Jahre lang genutzt werden, so die Regierung. Der Kantonsrat wird voraussichtlich in der Septembersession über die Vorlage entscheiden.

(sda)


Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren

Yannis Letard verlässt den FC St. Gallen
Sport

Yannis Letard verlässt den FC St. Gallen

Der französische Innenverteidiger Yannis Letard verlässt den FC St. Gallen.

Nordkoreas Machthaber warnt vor schlechterer Versorgung
International

Nordkoreas Machthaber warnt vor schlechterer Versorgung

Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un hat die Bevölkerung auf eine Verschlechterung der Nahrungsmittelversorgung vorbereitet.

Phil Mickelson könnte den letzten Makel beheben
Sport

Phil Mickelson könnte den letzten Makel beheben

Wenn er vor einem Monat auf sensationelle Art mit fast 51 Jahren die US PGA Championship gewinnen kann, wieso sollte Phil Mickelson denn nicht auch das US Open in San Diego von dieser Woche gewinnen.

Ifo-Institut senkt deutsche Wachstumsprognose wegen Lieferengpässen
Wirtschaft

Ifo-Institut senkt deutsche Wachstumsprognose wegen Lieferengpässen

Die globalen Lieferengpässe werden nach der Konjunkturprognose des Ifo-Instituts die wirtschaftliche Erholung in Deutschland nach der Corona-Pandemie bremsen. Die Münchner Ökonomen erwarten für dieses Jahr noch ein Wachstum von 3,3 Prozent