Frankfurt verliert in letzter Sekunde


Roman Spirig
Sport / 07.11.19 21:09

Eintracht Frankfurt verpasste in der 4. Runde der Europa League die vorzeitige Qualifikation für die Sechzehntelfinals. Leidtragender des Frankfurter 1:2 in letzter Sekunden bei Standard Lüttich ist mit Arsenal auch der kommende Gegner in Gruppe F.

Frankfurt verliert in letzter Sekunde (Foto: KEYSTONE / EPA / ARMANDO BABANI)
Frankfurt verliert in letzter Sekunde (Foto: KEYSTONE / EPA / ARMANDO BABANI)

Fünf Tage nach der 5:1-Gala in der Bundesliga gegen Meister Bayern München boten die Frankfurter ihrem Trainer Adi Hütter vergleichsweise Magerkost. Bis zum 1:0 des Heimteams durch Youngster Zinho Vanheusden bot die Partie rund eine Stunde lang kaum Höhepunkte. Der 20-jährige Verteidiger krönte die erste Sturm-und-Drang-Phase Lüttichs mittels Kopfballtor nach einem Corner. Und setzte damit den eigentlichen Startschuss der Partie.

Die Antwort der Gäste, bei denen Hütter erneut von Beginn an auf das Schweizer Duo Djibril Sow und Gelson Fernandes setzte, folgte postwendend. Filip Kostic (65.) nutzte neun Minuten nach der Führung des Heimteams einen Freistoss von der Strafraumgrenze, um auszugleichen. Selbst ein hinter der Mauer liegender Verteidiger konnte den 27-jährigen Serben nicht am Tor hindern. Maxime Lestienne belohnte die Belgier in der letzten Minute der Nachspielzeit dafür, dass sie nach dem 1:1 den Sieg mit der grösseren Vehemenz suchten als die Gäste.

Das 1:2 der Eintracht ist auch eine schlechte Nachricht für Arsenal, das gestern beim 1:1 bei Vitoria Guimarães ebenfalls gepatzt hatte. Mit einem Sieg des Bundesligisten hätten sich in Gruppe F die beiden Schwergewichte noch vor ihrem zweiten Aufeinandertreffen in drei Wochen den Platz in der K.o.-Phase gesichert.

Was gestern Arsenal und heute Frankfurt und PSV Eindhoven (1:3 bei LASK) nicht schafften, glückte derweil Sevilla. Die Spanier sicherten sich ihren Platz in der K.o.-Phase dank einem 5:2 in Düdelingen.

In den beiden Spielen gegen die Roma hat die 95. Minute Borussia Mönchengladbach Glück gebracht. In Rom hatten die Gladbacher Sekunden vor Schluss einen geschenkten Penalty für das 1:1 genutzt. Und bei der Revanche erzielte Marcus Thuram zum gleichen Zeitpunkt das Siegestor zum 2:1. Mit einem weiteren Geschenk, offeriert von Romas Verteidiger Federico Fazio, war Gladbach nach 35 Minuten in Führung gegangen. Fazio grätschte in eine Hereingabe des durchgebrochenen Thuram, obwohl kein Gladbacher mitgelaufen war und mithin keine Torgefahr bestand. Fazio machte seinen Lapsus gut, indem er in der zweiten Hälfte den zeitweiligen Ausgleich erzielte. Mit den Ergebnissen gegen die Roma hat Gladbach, bei dem Yann Sommer, Nico Elvedi und Denis Zakaria spielten, das peinliche 0:4 im Auftaktspiel gegen Wolfsberg wettgemacht.

Wolfsburg führte in der Pause gegen Gent 1:0, liess aber in der zweiten Halbzeit reichlich Tore zu und verlor 1:3. Dennoch hat Wolfsburg noch gute Aussichten weiterzukommen.

(sda)


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