Frauen in Kabul demonstrieren für ihre Rechte


News Redaktion
International / 19.09.21 13:41

Eine Gruppe Frauen hat auf den Strassen Kabuls ein Recht auf Arbeit, Bildung und Freiheit gefordert. "Frauenrechte und Menschenrechte", riefen die Frauen mitten in der afghanischen Hauptstadt, wie Aufnahmen örtlicher Medien am Sonntag zeigten.

dpatopbilder - Seit der Machtübernahme der Taliban fürchten Frauen in Afghanistan um ihre Rechte - auch international ist die Sorge groß. Foto: Bernat Armangue/AP/dpa (FOTO: Keystone/AP/Bernat Armangue)
dpatopbilder - Seit der Machtübernahme der Taliban fürchten Frauen in Afghanistan um ihre Rechte - auch international ist die Sorge groß. Foto: Bernat Armangue/AP/dpa (FOTO: Keystone/AP/Bernat Armangue)

Rund zwei Dutzend Frauen hatten sich demnach vor dem früheren afghanischen Frauenministerium versammelt, das die militant-islamistischen Taliban nach ihrer Machtübernahme abgeschafft hatten. Das Gebäude wird nun als Ministerium zur Erhaltung der Tugend und Unterdrückung des Laster genutzt. Dort hat eine Religionspolizei ihren Sitz, die die Einhaltung der strengen Auslegung des Islams durch die Taliban durchzusetzen soll.

Die Taliban-Herrschaft zwischen 1996 und 2001 zeichnete sich insbesondere durch die Unterdrückung der Frauen aus. Sie mussten sich in der Öffentlichkeit unter einer Burka verhüllen, durften nicht arbeiten, Mädchen war der Schulbesuch verboten. Die Religionspolizei war dafür bekannt, Frauen auszupeitschen oder zu verprügeln, die sich nicht an die Regeln hielten. Viele Frauen befürchten seit der erneuten Machtübernahme der Islamisten, dass diese wieder ähnliche Regeln für sie einführen werden.

Bisher haben die Taliban Mädchen den Besuch weiterführender Schulen untersagt und die Universitäten angewiesen, die Klassen nach Geschlechtern zu trennen. So sollten am Samstag die weiterführenden Schulen ab der 7. Klasse für Jungen wieder öffnen. Schülerinnen wurden in der Erklärung des Bildungsministeriums nicht erwähnt. In der Erklärung hiess es, man habe bereits Schülern bis zur 6. Klasse erlaubt, ihre Schulen zu besuchen. Daraufhin wurde der Schulbetrieb für Mädchen und Jungen dieser Schulstufen aufgenommen.

(sda)


Anzeige
Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren

Dätwyler erzielt mit Reichelt-Verkauf Gewinn von 58 Millionen
Wirtschaft

Dätwyler erzielt mit Reichelt-Verkauf Gewinn von 58 Millionen

Der Urner Industriekonzern Dätwyler hat mit dem Anfang September angekündigten und Ende September abgeschlossenen Verkauf von Reichelt einen Gewinn erzielt. Dieser Gewinn werde nun erfolgswirksam verbucht.

Wolfsburg verpflichtet Kohfeldt als Trainer
Sport

Wolfsburg verpflichtet Kohfeldt als Trainer

Der neue Trainer der Schweizer Renato Steffen und Kevin Mbabu beim Bundesligisten VfL Wolfsburg heisst Florian Kohfeldt.

Salmonellen in Probe - Migros ruft Alnatura-Erdmandeln zurück
Wirtschaft

Salmonellen in Probe - Migros ruft Alnatura-Erdmandeln zurück

Die Detailhändlerin Migros ruft bestimmte gemahlene Erdmandeln von Alnatura zurück. In einer Probe des Produkts wurden Salmonellen-Bakterien nachgewiesen. Ein Gesundheitsrisiko könne nicht ausgeschlossen werden, teilte der Migros-Genossenschafts-Bund am Dienstag mit.

Mastercard lanciert Karten für blinde und sehbehinderte Menschen
Wirtschaft

Mastercard lanciert Karten für blinde und sehbehinderte Menschen

Mastercard will mit der Touch Card seine Angebote für blinde und sehbehinderte Menschen besser erkennbar machen. Zur besseren Unterscheidung erhalten die Kredit-, Debit- oder Prepaid-Karten in diesem neuen Design an ihrer kurzen Seite jeweils eine andere Kerbe.