Mehrere tausend Personen versammeln sich in Zürich auf Limmatquai


News Redaktion
Schweiz / 14.06.21 13:14

In der Stadt Zürich haben sich am Montagabend zum Frauenstreik mehrere tausend Demonstrierende - zumeist Frauen - zwischen der Rudolf-Brun-Brücke und dem Central eingefunden. Sie demonstrierten unter anderem für eine gerechte Entlöhnung und Anerkennung der Care-Arbeit.

Der Demonstrationszug, der sich am Montagabend auf dem Limmatquai eingefunden hat, war der Höhepunkt des Zürcher Frauenstreiktags. (FOTO: Fabio Lüdi/Keystone-SDA)
Der Demonstrationszug, der sich am Montagabend auf dem Limmatquai eingefunden hat, war der Höhepunkt des Zürcher Frauenstreiktags. (FOTO: Fabio Lüdi/Keystone-SDA)

Sorgearbeit kollektivieren stand etwa auf einem Banner, Lohn. Zeit. Respekt. oder Mir händ en Patriarkater auf anderen. Ein Teil der Demonstration war auch gegen die Kampagne Grosi an Bord der Zürcher Verkehrskonferenz gerichtet. Diese sei diskriminierend, hiess es auf einem Flyer. Eine solch plakativ unbeholfen dargestellte Kunstfigur brauche es nicht.

Die Grosi-Kampagne zeigt eine weisshaarige, alte Frau wie sie beispielsweise in einem Velokorb sitzt. Sie soll zur Umsicht im Zürcher Verkehr ermuntern.

Der Demonstrationszug vom Limmatquai zu Helvetiaplatz war der Höhepunkt des Zürcher Frauenstreiktags. Mehrere tausend Personen, vorwiegend Frauen hätten sich gegen 18 Uhr am Limmatquai versammelt, teile die Stadtpolizei Zürich am Abend mit. Während der Demonstration habe sich eine 30-jährige Frau bei der Manipulation mit einem pyrotechnischen Gegenstand unbestimmte Verletzungen an der Hand zugezogen und habe hospitalisiert werden müssen.

Es hatte bereits den ganzen Tag hindurch mehrere dezentrale Aktionen in der Stadt gegeben. So etwa ein Streikzmittag auf dem Anny-Klawa-Platz oder Reden auf dem Kanzleiareal. Durch die Stadt zog beispielsweise auch ein Velo-Corso. Es kam zu kurzzeitigen Unterbrüchen beim öffentlichen Verkehr.

Um 15.19 Uhr sollten möglichst viele Frauen Feierabend machen. Auf einen Tag umgerechnet arbeiten die Frauen ab dieser Uhrzeit nämlich gratis. Im Jahr 2019 war es noch um ab 15.24 Uhr. Die Lohnungleichheit hat gemäss Berechnungen der Gewerkschaften also zugenommen.

(sda)


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