Freiheitsstrafen und Landesverweise für Einbrecher-Paar


Roman Spirig
Regional / 27.10.20 11:05

Ein Einbrecher-Paar, das 2017 in die Schweiz einreiste und in mehrere Häuser einstieg, ist vom Luzerner Kriminalgericht zu Freiheitsstrafen verurteilt worden. Der 36-Jährige und die 29-Jährige richteten bei ihren Taten Verwüstungen an und liessen allerlei mitgehen: von Kaffeekapseln über Wein bis hin zu Uhren, Geld und Goldbarren.

Freiheitsstrafen und Landesverweise für Einbrecher-Paar (Foto: KEYSTONE / MARTIN RUETSCHI)
Freiheitsstrafen und Landesverweise für Einbrecher-Paar (Foto: KEYSTONE / MARTIN RUETSCHI)

Die beiden Beschuldigten waren im November 2011 zusammen mit einem Jugendlichen im Zusammenhang mit einem Einbruch in Malters LU festgenommen worden. Wie dem am Montag publizierten Urteil zu entnehmen ist, liessen sie sich zwölf Diebstähle zu Schulden kommen, der Gesamtdeliktsbetrag beläuft sich auf 83084 Franken.

Die Frau sahen die Richter als Haupttäterin, sie soll jeweils die Fenster und Türen aufgewuchtet haben. Ihr werden zehn vollendete und zwei versuchte Diebstähle in Obwalden und Luzern sowie in weiteren Kantonen zur Last gelegt, begangen zwischen September und November 2017. Die in Deutschland lebende Serbin ist einschlägig vorbestraft.

Laut dem Gericht reiste die Frau mit dem Ziel in die Schweiz ein, hier Einbruchdiebstähle zu begehen. Sie habe diese nach der Art eines Berufs verübt, weshalb sie wegen gewerbs- und bandenmässigen Diebstahls, Sachbeschädigung und Hausfriedensbruchs zu verurteilen sei. Sie habe jeglichen Respekt vor dem Eigentum und der Privatsphäre anderer vermissen lassen.

Das Gericht setzte für sie eine Freiheitsstrafe von zwei Jahren und acht Monaten fest und sprach einen Landesverweis von acht Jahren aus. Die Beschuldigte meldete Berufung gegen das Urteil an, es ist somit noch nicht rechtskräftig.

Das Urteil akzeptiert hat dagegen der 36-jährige Mittäter. Er hatte ausgesagt, zum Liebesurlaub mit seiner Freundin in die Schweiz eingereist zu sein. Dem schenkte das Gericht keinen Glauben, es sprach auch ihn schuldig. Weil er aber an weniger Taten beteiligt gewesen sei, erhielt er eine bedingte Gefängnisstrafe von einem Jahr und drei Monaten.

Der in Deutschland lebende Serbe wird für fünf Jahre des Landes verwiesen und im Schengener Informationssystem (SIS) ausgeschrieben. Beide Beschuldigten müssen je rund 20000 Franken Verfahrenskosten übernehmen. Zudem schulden sie den Geschädigten Schadenersatz.

(sda)


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