Für die Medienfreiheit: Jetzt vor Kantonsgericht!


Eliane Schelbert
Events / 07.03.20 12:01

«Medienfreiheit JETZT!», seit 2017 hört und liest man davon. Wegen Recherchearbeiten in der besetzten Luzerner Villa «Gundula», wurde die Journalistin Jana Avanzini verzeigt und verurteilt. Nachdem das Verfahren gegen sie nun bis vor’s Kantonsgericht ging, wird der Aufruf nicht nur lauter, auch die Kosten steigen.

Für die Medienfreiheit: Jetzt vor Kantonsgericht! (Foto: KEYSTONE /  / )
Für die Medienfreiheit: Jetzt vor Kantonsgericht!

Darum veranstaltet zentralplus für ihre ehemalige Mitarbeiterin einen Benefizevent am Samstag, 7. März 2020.

Sämtliche Einnahmen des Benefizanlasses werden von zentralplus für die Anwalts- und Gerichtskosten von Jana Avanzini verwendet. Bisher sind für das Verfahren Kosten von rund 18’000 Franken angefallen, im Falle einer Niederlage vor Kantonsgericht rechnen wir mit weiteren 12’000 Franken. Über Spenden konnten bisher 10’700 Franken eingenommen werden.

Wenn Du am Event nicht dabei sein kannst: Jetzt spenden!


Mit Podium…

Die Medien generell werden immer häufiger zur Zielscheibe von angedrohten oder tatsächlichen Gerichtsverfahren. Überschreiten Journalisten tatsächlich immer häufiger die Gesetze, oder werden sie bei kritischer Berichterstattung durch langwierige und kostspielige Verfahren unter Druck gesetzt? Das Ziel der Podiumsdiskussion ist es, die Situation rund um die Frage «Knicken Medien wegen drohenden Gerichtsverfahren ein?» zu beleuchten und diese offen zu diskutieren.

Aus Verlagssicht kann diese Frage kaum jemand besser beantworten als Simon Canonica. Ein Vierteljahrhundert lang war er bei der Zürcher Tamedia (neu: TX Group AG) für medienrechtliche Fragen zuständig. Ebenfalls auf dem Podium sitzt Ueli Haldimann, ehemaliger Chefredaktor des Schweizer Fernsehens. Nach einer Verurteilung in der Schweiz musste er in einem Rechtsstreit um einen «Kassensturz»-Beitrag bis nach Strassburg, um Recht zu bekommen. Zudem ist die Medienrechtsanwältin Mascha Santschi mit dabei. Sie berät Unternehmen und Privatpersonen bei Rechtsverfahren und präsidiert die Unabhängige Beschwerdeinstanz für Radio und Fernsehen (UBI). Wie es einer betroffenen Journalistin geht, wenn sie im Rahmen ihrer Berufsausübung ins Visier der Strafbehörden gerät, erzählt Jana Avanzini.

Wo: Parterre, Luzern
Wann: Samstag, 7. März 2020
Eintritt: CHF 15.00

Podiumsdiskussion: 19:00 Uhr
NOAN: 21:00 Uhr
Lluvia Tresmil: 22:30 Uhr
Ende: 01:30 Uhr


...und Party

Das Benefizkonzert spielt der Luzerner Musiker NOAN. Er durfte in den letzten Jahren seine Mundartmusik einem breiten Publikum präsentieren. Konzerte im Vorprogramm von «Kunz» und «ZiBBZ» haben ihn wertvolle Erfahrungen sammeln lassen.

Nach Konzertende legt die Luzernerin Lluvia Pulpa Tresmil auf. Und The Cocktaileers haben speziell für den Anlass einen Benefizdrink kreiert, den sie an diesem Abend exklusiv mixen.


Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren

Schiff
International

Schiff "Alan Kurdi" nimmt mehr als 130 Migranten im Mittelmeer auf

Das Rettungsschiff "Alan Kurdi" der deutschen Hilfsorganisation Sea-Eye hat im Mittelmeer mehr als 130 Migranten gerettet.

Biden: Wahlsieger sollte Ginsburgs Sitz im Obersten Gericht besetzen
International

Biden: Wahlsieger sollte Ginsburgs Sitz im Obersten Gericht besetzen

Der demokratische US-Präsidentschaftskandidat Joe Biden hat seine Forderung bekräftigt, dass die Nachfolge der verstorbenen Verfassungsrichterin Ruth Bader Ginsburg erst vom Sieger der Wahl im November geregelt wird.

Leiter von Covid-Task-Force hält an eingeschlagener Strategie fest
Schweiz

Leiter von Covid-Task-Force hält an eingeschlagener Strategie fest

Der Leiter der Covid-Task-Force des Bundes, Martin Ackermann, hält weiterhin an der eingeschlagenen Strategie zur Bekämpfung des Coronavirus fest. "Zu dieser Strategie gibt es zurzeit - das ist meine Sicht - keine Alternative", sagte er der "NZZ am Sonntag".

Versteigerung von Lockdown-Kunst in Luzern bringt 36'300 Franken
Regional

Versteigerung von Lockdown-Kunst in Luzern bringt 36'300 Franken

135 Werke, die Zentralschweizer Kunstschaffende für die Solidaritätsaktion "Skizzen aus dem Lockdown" gestaltet haben, sind am Samstag in Luzern versteigert worden. Das brachte insgesamt 36'300 Franken ein, die der Stiftung zur Unterstützung von bildenden Künstlerinnen und Künstlern der Zentralschweiz zu Gute kommen.