Für Gebäude soll im Kanton Luzern eine Einheitsprämie gelten


News Redaktion
Regional / 20.07.21 00:01

Im Kanton Luzern soll die Versicherungsprämie für Holzhäuser nicht mehr höher sein als für gemauerte oder aus Beton gefertigte Gebäude. Der Regierungsrat stimmt einem Postulat zu, gemäss dem die höhere Prämie für sogenannte Nichtmassivbauten gesenkt werden solle.

Nicht nur das Baumaterial, sondern auch die Ausrüstung mit Feuerlöschern kann eine Rolle spielen, wie grosse Schäden ein Feuer anrichten kann. (Symbolaufnahme) (FOTO: KEYSTONE/GAETAN BALLY)
Nicht nur das Baumaterial, sondern auch die Ausrüstung mit Feuerlöschern kann eine Rolle spielen, wie grosse Schäden ein Feuer anrichten kann. (Symbolaufnahme) (FOTO: KEYSTONE/GAETAN BALLY)

Im Kanton Luzern müssen sich alle Gebäude bei der kantonalen Gebäudeversicherung gegen Schäden, die Feuer und Unwetter verursachen können, versichern. Kantonsrat Hanspeter Bucheli (CVP) stört sich daran, dass die Prämien für Nichtmassivbauten über 30 Prozent teurer seien als die für Massivbauten. Holzbauten würden diskriminiert, denn die Unterscheidung sei sachlich nicht begründet.

Der Regierungsrat gibt Bucheli in seiner am Montag veröffentlichten Antwort Recht. Holzhäuser würden die Versicherung zwar stärker belasten als massiv gebaute Häuser. Die heutige Holzhäuser seien bezüglich des Brandschutzes mit den massiv gebauten Häuser aber gleichwertig.

Die Unterscheidung nach Baumaterial sei somit willkürlich, erklärte der Regierungsrat. Eine Rolle spiele auch das Alter des Hauses, die Lage, die übrigen verwendeten Baumaterialien oder die Brandschutzmassnahmen.

Würden die Prämien für Holzhäuser auf das Niveau der gemauerten und betonierten Häuser gesenkt, würde die Gebäudeversicherung 2,8 Millionen Franken weniger einnehmen. Bei einem Prämienertrag von 72 Millionen Franken sei dies verkraftbar, schreibt der Regierungsrat.

Er spreche sich deswegen für eine Einheitsprämie aus, auch um Holz als klimafreundlichen Baustoff zu fördern, erklärte der Regierungsrat. Die Verwaltungskommission der Gebäudeversicherung habe sich ebenfalls bereits für diesen Schritt ausgesprochen.

(sda)


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