Für Servette gilt: Aller guten Dinge sind drei


News Redaktion
Sport / 29.04.21 22:19

Genève-Servette steht nach einem 4:1-Sieg in Zürich gegen die ZSC Lions zum dritten Mal in seiner Klubgeschichte im Playoff-Final. Die Zürcher finden erneut kein Mittel.

Servette steht zum dritten Mal im Playoff-Final, weil die ZSC Lions die Sturmlinie um Linus Omark nie stoppen konnten (FOTO: KEYSTONE/ALEXANDRA WEY)
Servette steht zum dritten Mal im Playoff-Final, weil die ZSC Lions die Sturmlinie um Linus Omark nie stoppen konnten (FOTO: KEYSTONE/ALEXANDRA WEY)

Die ZSC Lions bringen auch im dritten Duell gegen ein grundsolides und fehlerfreies Hockey spielendes Servette keinen Sieg zustande und scheidet mit 0:3 Siegen auf kürzestmöglichem Weg aus. Es fehlt den Zürchern - auch, aber nicht nur wegen Verletzungen - an Durchsetzungskraft und Zielstrebigkeit.

Wie man in den Playoffs die meisten Tore erzielt, demonstrieren Daniel Winnik und Linus Omark eindrücklich. In der 9. Minute lenkt der 36-jährige Kanadier im Powerplay einen Schuss von Omark direkt vor ZSC-Torhüter perfekt und unhaltbar zur ersten Genfer Führung ab. Nahe an einer Goaliebehinderung, aber eben genau da, wo ein zielstrebiger Stürmer stehen muss und wo ihn die Verteidiger mit allen Mitteln wegbringen müssten. Vor der zweiten Führung spielt Omark dem bedauernswerten Simon Bodenmann fast einen Knoten in die Beine. Erneut ist es Winnik, der die Vorarbeit des zwei Jahre jüngeren Schweden zum 2:1 veredelt.

Insgesamt arbeiten die Löwen vor dem eigenen Tor konsequenter als bei der 1:4-Niederlage in Spiel 2 am Dienstag in Genf. Einzig direkt nach dem 1:2 verlieren sie in der zweiten Hälfte des Mitteldrittels vorübergehend die Ordnung und müssen froh sein, dass der Rückstand nach 20 Minuten nicht grösser ist.

Auch im dritten Spiel gegen Servette schiessen die Zürcher aber nur ein Tor. Zu wenig, um auf die grosse Wende in der Serie hoffen zu können. Das 1:1 in der 12. Minute ist verdient und zeigt, was es braucht: Zwei Spieler nehmen Goalie Daniel Manzato, und dieser lässt sich prompt von einem eher harmlosen Schuss Dario Trutmanns erwischen. Ansonsten arbeiten die Genfer aber äusserst konsequent und lassen kaum Torchancen zu. Nach dem 3:1 durch den jungen Mathieu Vouillamoz vier Minuten steht der dritte Finaleinzug Servettes nach 2008 und 2010 endgültig fest.

Er ist hochverdient. Nach der Startniederlage zum Auftakt des Viertelfinals gegen Fribourg-Gottéron ist das Team des unscheinbaren, aber cleveren Coaches Patrick Emond in sieben Spielen ungeschlagen. Die ZSC Lions wirkten hingegen nach der emotionalen und kräftezehrenden Viertelfinalserie gegen Lausanne leer und müde.

50 Zuschauer. - SR Stolc/Stricker, Progin/Steenstra. - Tore: 9. Winnik (Omark/Ausschluss Diem) 0:1. 12. Trutmann (Bodenmann/Ausschlüsse Fehr; Prassl) 1:1. 30. Winnik (Omark) 1:2. 56. Vouillamoz (Omark, Winnik) 1:3. 59. Richard (Omark) 1:4. - Strafen: 3mal 2 Minuten gegen ZSC Lions, 5mal 2 Minuten gegen Genève-Servette. - PostFinance-Topskorer: Andrighetto; Tömmernes.

ZSC Lions: Waeber; Noreau, Marti; Phil Baltisberger, Geering; Trutmann, Berni; Meier; Prassl, Roe, Andrighetto; Lasch, Sigrist, Riedi; Bodenmann, Diem, Hollenstein; Simic, Schäppi, Wick; Rautiainen.

Genève-Servette: Manzato; Jacquemet, Tömmernes; Karrer, Le Coultre; Guebey, Völlmin; Maxime Montandon; Vouillamoz, Winnik, Omark; Rod, Richard, Vermin; Moy, Fehr, Miranda; Arnaud Montandon, Kast, Berthon; Patry.

Bemerkungen: ZSC Lions ohne Chris Baltisberger, Blindenbacher, Krüger, Morant, Pedretti, Pettersson, Suter (alle verletzt) und Hayes (überzählig), Genève-Servette ohne Descloux, Maurer, Mercier, Smons (alle verletzt) und Asselin (überzähliger Ausländer). - Timeout ZSC Lions (9./Coachs Challenge). - Pfostenschuss Fehr (40.). - ZSC Lions von 56:46 bis 58:30 ohne Torhüter.

(sda)


Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren

Parmelin und Cassis empfangen US-Präsident Joe Biden in Genf
Schweiz

Parmelin und Cassis empfangen US-Präsident Joe Biden in Genf

US-Präsident Joe Biden ist am Dienstagnachmittag an Bord der Air Force One auf dem Flughafen Genf Cointrin gelandet. Es handelt sich um den ersten Besuch Bidens als Präsident in der Schweiz.

Mehr Erträge für weniger Berufsfischerinnen und Berufsfischer
Schweiz

Mehr Erträge für weniger Berufsfischerinnen und Berufsfischer

Die Zahl der Patente für die Berufsfischerei auf dem Bodensee hat stark abgenommen. Dies wirkt sich positiv auf den Pro-Kopf-Ertrag aus: Für die einzelnen Fischerinnen und Fischer gab es 2020 Fangmengen wie zuletzt vor acht Jahren.

Helvetic Airways fliegt neu ab Basel
Wirtschaft

Helvetic Airways fliegt neu ab Basel

Die Schweizer Airline Helvetic Airways fliegt ab dem 10. Juli vom Euroairport Basel-Mulhouse nach Santorini (GR), Jerez (ES) und Larnaca (CY). Sie setzt dafür auf zwei Flugzeuge des Herstellers Embraer, wie die Gesellschaft am Montag mitteilte.

Petkovic:
Sport

Petkovic: "Müssen über unseren Möglichkeiten sein"

Vladimir Petkovic ist sich bewusst, was im zweiten EM-Spiel am Mittwoch in Rom gegen Italien auf sein Team zukommt: "Einer der Anwärter auf den Titel. Wir müssen über unseren Möglichkeiten sein."