Gates rechnet mit Corona-Impfstoffen im ersten Quartal 2021


News Redaktion
International / 15.09.20 04:55

Microsoft-Gründer Bill Gates erwartet, dass bereits Anfang des kommenden Jahres mehrere Impfstoffe gegen das neuartige Coronavirus zur Verfügung stehen.

Nach Ansicht des Microsoft-Gründers Bill Gates, der sich zusammen mit seiner Frau Melinda seit Jahren für den Kampf gegen Krankheiten einsetzt, sollten im 1. Quartal 2021 mehrere Impfstoffe gegen das Coronavirus vorliegen. (Archivbild) (FOTO: KEYSTONE/AP/ANJA NIEDRINGHAUS)
Nach Ansicht des Microsoft-Gründers Bill Gates, der sich zusammen mit seiner Frau Melinda seit Jahren für den Kampf gegen Krankheiten einsetzt, sollten im 1. Quartal 2021 mehrere Impfstoffe gegen das Coronavirus vorliegen. (Archivbild) (FOTO: KEYSTONE/AP/ANJA NIEDRINGHAUS)

Er rechne damit, dass mit etwas Glück im ersten Quartal drei oder sogar vier Impfstoffe zugelassen werden, sagte Gates der Internetsendung Bild live in einem am Dienstag veröffentlichten Interview.

Die Herausforderung werde dann aber sein, die Mittel in Massen herzustellen, betonte der US-Multimilliardär, dessen Stiftung die Entwicklung und Verbreitung von Impfstoffen fördert.

Um die Corona-Impfstoffe weltweit sieben Milliarden Menschen zur Verfügung zu stellen, würden fast 14 Milliarden Dosen gebraucht: Das wurde zuvor noch nie gemacht. Es handle sich um eine Notfallmassnahme, die ganz neue Strategien erfordere.

Gates, der selber im Zentrum vieler Verschwörungstheorien zum Coronavirus steht, warnte eindringlich vor Desinformation und Lügen im Internet über die Pandemie: Diese verrückten Ideen verbreiten sich irgendwie schneller in den sozialen Medien als die Wahrheit. Er sei überrascht darüber, dass sein eigener Name in den Verschwörungstheorien auftauche.

In Internet-Videos und teilweise auch bei den Demonstrationen gegen die Corona-Auflagen wird behauptet, Gates sei für die Verbreitung des neuartigen Coronavirus verantwortlich und wolle durch die Pandemie noch reicher werden.

Gates unterstrich jetzt in dem Interview, es gehe ihm bei der Förderung von Impfungen darum, Leben zu retten. Er sei stolz darauf, dass mehrere zehn Millionen Menschen dank der neuen Impfbemühungen, an denen wir beteiligt sind, gerettet werden konnten.

An die Adresse der Verschwörungstheoretiker sagte er: Wir befinden uns inmitten einer Pandemie, und es ist wichtiger als je zuvor, sich mit den Tatsachen und der Wahrheit auseinanderzusetzen.

(sda)


Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren

Splügen GR: Mädchen verliert Fingerteil
Schweiz

Splügen GR: Mädchen verliert Fingerteil

Einem neunjährigen Mädchen ist am Sonntagnachmittag in Splügen GR ein Teil des rechten Zeigefingers abgetrennt worden. Der Unfall ereignete sich, als das Kind zusammen mit einer 15-Jährigen ein ausgebrochenes Pferd zurückhalten wollte.

International

"Hotel-Ruanda"-Held Rusesabagina: Habe Rebellengruppe mitgegründet

Der wegen Terrorvorwürfen vor Gericht in Ruanda stehende Paul Rusesabagina hat Verbindungen zu einer bewaffneten Gruppe eingestanden. Er und andere hätten die Rebellengruppe FLN gegründet, aber nicht, "um Terrorismus zu begehen", sagte der durch den Film "Hotel Ruanda" bekannt gewordene Rusesabagina am Freitag in Kigali. Man habe die Aufmerksamkeit der Regierung auf die Not ruandischer Flüchtlinge lenken wollen. Allerdings sagte Rusesabagina, er werde die Verbrechen der FLN nicht herunterspielen. Die Gruppe wurde demnach von jemand anderem geleitet.

In Genf verdienen alle künftig mindestens 23 Franken pro Stunde
Schweiz

In Genf verdienen alle künftig mindestens 23 Franken pro Stunde

Im Kanton Genf muss Angestellten künftig in allen Branchen ein Lohn von mindestens 23 Franken pro Stunde bezahlt werden. Die Mindestlohn-Initiative der Gewerkschaften wurde mit 58 Prozent Ja-Stimmen angenommen.

Sonova verdaut Coronakrise rascher
Wirtschaft

Sonova verdaut Coronakrise rascher

Der Hörsystem-Hersteller Sonova erholt sich rascher vom Einbruch der Coronakrise als bisher angenommen. Das per Ende September schliessende erste Halbjahr 2020/21 bringt bessere Zahlen als befürchtet.