GC kann auch unter Uli Forte nicht gewinnen


Roman Spirig
Sport / 20.04.19 23:09

Der Tabellenletzte Grasshoppers kann auch unter Uli Forte nicht gewinnen. Gegen das sich in einer Formkrise befindende Thun kam der Tabellenletzte nach zwei Toren in der Nachspielzeit nicht über ein 1:1 hinaus. Der Abstieg der Zürcher rückt näher.

GC kann auch unter Uli Forte nicht gewinnen (Foto: KEYSTONE / ENNIO LEANZA)
GC kann auch unter Uli Forte nicht gewinnen (Foto: KEYSTONE / ENNIO LEANZA)

Einen Sieg gegen Thun hatte GC-Trainer Uli Forte bereits unmittelbar nach seinem Debüt vor einer Woche beim 0:0 in Basel gefordert. Nach dem Heimspiel gegen die Berner Oberländer musste der Trainer der Grasshoppers aber froh sein, dass er und seine Mannschaft nicht mit leeren Händen dastanden. Marco Djuricin traf in der 96. Minute per Foulpenalty zum Ausgleich für die Zürcher, nachdem zwei Minuten zuvor Marvin Spielmann mit dem 11. Saisontor der vermeintliche Lucky Punch für die Gäste gelungen war.

Eine Niederlage der Grasshoppers wäre unverdient gewesen. Sie hatten sich sehr bemüht gezeigt und waren das bessere Team. Vor dem Tor fehlte aber die Abgeklärtheit. Caiuby traf kurz vor der Pause nach einer Flanke von Yoric Ravet mit einem Kopfball-Aufsetzer den Pfosten (38.), nach dem Seitenwechsel stürmte der Brasilianer alleine auf Guillaume Faivre zu, scheiterte aber am Torhüter, anstatt den Ball dem mitlaufenden Djuricin aufzulegen (57.).

"Es ist ein Tiefschlag", sagte Forte nach der Partie. "Der letzte Zwick hat gefehlt." Ein halbes Dutzend sehr guter Chancen hatte er gezählt. "Wir schnürten Thun ein, hatten alles im Griff, haben uns aber nicht mit einem Tor belohnt." Nach dem fünften Unentschieden in Folge wartet der Tabellenletzte weiter auf den ersten Sieg seit dem 25. November 2018. "Auch wenn ein Punkt etwas zu wenig ist, könnte dieser am Ende noch entscheidend sein", so Forte. Der Rückstand auf Xamax beträgt sechs Runden vor Schluss und vor der Partie der Neuenburger am Ostermontag gegen die Young Boys sechs Punkte.

Thun bot drei Tage vor dem Cup-Halbfinal in Luzern, das in St. Gallen zu einem 2:1-Sieg kam, eine schwache Leistung. In der zweiten Halbzeit erspielten sich die Gäste aus dem Berner Oberland bis zur 94. Minute keine Torchance. Für das Team von Marc Schneider war es das neunte Spiel in Folge ohne Sieg, dennoch ist es noch immer im 3. Rang klassiert.

(sda)

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