Geldtransport-Knacker von Daillens VD in Frankreich verhaftet


News Redaktion
Schweiz / 04.05.21 12:58

Fünf mutmasslich Beteiligte an einem Überfall auf einen Geldtransporter in Daillens VD im Dezember 2019 sind am Dienstag in Frankreich verhaftet worden. Die Aktion in der Region Rhône-Alpes wurde von der französischen und der Schweizer Polizei gemeinsam durchgeführt.

Ausgebrannte Fahrzeuge nach dem Überfall auf einen Geldtransport in Daillens VD im Dezember 2019. (Archivbild) (FOTO: Keystone/LAURENT GILLIERON)
Ausgebrannte Fahrzeuge nach dem Überfall auf einen Geldtransport in Daillens VD im Dezember 2019. (Archivbild) (FOTO: Keystone/LAURENT GILLIERON)

Der Verhaftung gingen mehrmonatige Ermittlungen voraus, wie die Kantonspolizei Waadt mitteilte. Bei den Festgenommenen handelt es sich um fünf französische Staatsangehörige im Alter von 31 bis 42 Jahren. Die Ermittler konnten die Männer anhand der gefundenen Fingerabdrücke, technischer Untersuchungen und der Erforschung von deren Umfeld identifizieren.

Sie werden verdächtigt, Anfang Dezember 2019 zusammen mit weiteren Personen den Raubüberfall auf einen Geldtransporter in Daillens verübt zu haben. Die vermummten und schwer bewaffneten Verbrecher steckten drei Fahrzeuge in Brand und flüchteten mit gestohlenen Autos. Die Beute bestand aus Bargeld, Uhren, Goldbarren und Edelsteinen.

Dieser Angriff war einer von mehreren dieser Art auf Waadtländer Boden. Zwischen 2017 und 2019 gab es weitere Attacken mit gleichem Muster in La Sarraz (August 2019), Mont-sur-Lausanne (Juni 2019), Chavornay (Februar 2018) und Nyon (Mai 2017).

Die Täter blockierten jeweils die Strasse mit gestohlenen Fahrzeugen, bedrohten die Kuriere mit Schusswaffen und sprengten den Lieferwagen, um an das Geld zu kommen. Anschliessend schossen die Räuber auf die Fahrzeuge, bevor sie die Flucht ins benachbarte Frankreich ergriffen.

Nach der Angriffserie reagierte der Kanton Waadt und ergriff Sicherheitsmassnahmen. So dürfen Geldtransporte nur noch in schweren gepanzerten Fahrzeugen erfolgen. Die Geldmenge wurde auf zehn Millionen Franken limitiert.

(sda)


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