Gemeinderat will "Brunnen Nord" mit Hochkreisel erschliessen


News Redaktion
Regional / 24.11.21 19:00

Der Gemeinderat von Ingenbohl will für die Verkehrserschliessung des Gebiets "Brunnen Nord", das sich stark entwickelt, einen Hochkreisel bauen. Er hat sich damit für die teurere Variante entschlossen, die allerdings langlebiger sein dürfte.

Im Gebiet Stegstuden (1) nördlich von Brunnen soll ein Hochkreisel den neuen Dorfteil erschliessen. (FOTO: Gemeinde Ingenbohl)
Im Gebiet Stegstuden (1) nördlich von Brunnen soll ein Hochkreisel den neuen Dorfteil erschliessen. (FOTO: Gemeinde Ingenbohl)

Auf dem einstigen Industriegebiet Brunnen Nord entsteht in der Schwyzer Gemeinde Ingenbohl ein neuer Dorfteil mit Wohn- und Gewerbebauten auf einem rund 25 Hektaren grossen Areal. Diesen muss die Gemeinde separat erschliessen.

Für die Erschliessung standen zwei Varianten im Raum, wie der Gemeinderat am Mittwoch mitteilte. Vorgesehen war zum einen ein Hochkreisel über der Bahnlinie im Gebiet Stegstuden mit drei Zufahrten. Die betroffenen Grundeigentümer brachten eine Kurven-Variante ins Spiel, die die bestehende SBB-Brücke einbeziehen würde.

Der Gemeinderat entschied sich nun aber für den Hochkreisel, der die Gemeinde 15 Millionen Franken kostet und damit 4 Millionen Franken teurer ist als die Kurven-Variante, wie aus der Mitteilung hervorgeht. Er stützt sich dabei auf einen Expertenbericht.

Der Hochkreisel ermögliche ein problemloses Kreuzen von Lastwagen und einen besseren Überblick über das Verkehrsgeschehen. Zudem sei er leistungsfähiger, womit der Bahnhofplatz entlastet werde, und er beanspruche den Gewässerraum weniger stark.

All dies rechtfertige die Mehrkosten. Zudem dürfte der Hochkreisel wohl schneller realisiert werden können. Bei der Kurven-Variante müsste die bestehende Brücke nach rund 40 Jahren ersetzt werden, die Kosten dafür müsste vorwiegend die Gemeinde tragen.

Die Gesamtkosten für den Hochkreisel betragen 46 Millionen Franken, jene für die Kurven-Variante 38 Millionen Franken. Neben der Gemeinde beteiligen sich auch die Grundeigentümer sowie Kanton und Bezirk am Bau. Das Projekt kommt vors Volk. Die Abstimmung dürfte je nach Dauer des Bewilligungsprozesses im Jahr 2023 erfolgen.

(sda)


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