Gilardoni: "Dieses Silber ist eine echte Überraschung"


News Redaktion
Sport / 16.02.20 11:38

Die Schweizer Skeletonfahrerin Marina Gilardoni gewinnt an der Europameisterschaft in Sigulda die Silbermedaille.

Silber im Eiskanal von Sigulda: Die Schweizer Skeletonfahrerin Marina Gilardoni fährt in Lettland aufs EM-Podest (FOTO: KEYSTONE/URS FLUEELER)
Silber im Eiskanal von Sigulda: Die Schweizer Skeletonfahrerin Marina Gilardoni fährt in Lettland aufs EM-Podest (FOTO: KEYSTONE/URS FLUEELER)

Auf die überlegene Europameisterin Jelena Nikitina aus Russland büsste Gilardoni im Eiskanal in Lettland 34 Hundertstel ein. Bronze ging an die Österreicherin Janine Flock (0,44 zurück). Dieses Silber ist eine echte Überraschung, zeigte sich Gilardoni erfreut. Als ich auf dem Podest stand und die Schweizer Fahne sah, musste ich sogar eine kleine Träne vergiessen.

Die ehemalige Bob-Anschieberin hatte in den letzten drei Jahren oft mit Verletzungen zu kämpfen. Für Gilardoni war es nach dem 3. Rang 2016 in St. Moritz die zweite Medaille bei europäischen Titelkämpfen. In den ersten sieben Weltcuprennen der Saison hatte die zweifache Olympia-Teilnehmerin das Podest dreimal knapp verpasst. Nun freute sie sich beim Weltcupfinale in Sigulda über ihre erste Top-3-Platzierung seit fast vier Jahren.

Speziell ist der Erfolg auch deshalb, weil sie im vergangenen Winter im Weltcup-Rennen in Sigulda gestürzt war und sich am Fuss verletzt hatte. Deshalb ging sie am Ende der Saison für Trainingsläufe nochmals nach Lettland, um mit der Bahn Frieden zu schliessen, wie sie damals sagte. Dass dies nun derart gut geklappt hat, dürfte sie selber überrascht haben.

In den Trainings lief es wirklich gut, aber der erste Lauf im Wettkampf war dann mental eine Herausforderung, gab die in Siebnen im Kanton Schwyz wohnhafte St. Gallerin zu. Im zweiten Durchgang sei sie dann relaxter gewesen und habe versucht, keine Fehler mehr zu machen. Etwas zickig war die Bahn doch wieder, meinte Gilardoni gegenüber der Nachrichtenagentur Keystone-SDA noch mit einem Schmunzeln. Aber ich bin ja zuvor auch noch nie mit 115 km/h da reingefahren.

In zwei Wochen stehen in Altenberg die Weltmeisterschaften im Programm. Auch da liegt für Gilardoni in der aktuellen Form einiges drin. Die als schwierig geltende Bahn im sächsischen Erzgebirge ist eine ihrer liebsten.

(sda)


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